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01.04.2009

Reduzierte Mehrwertsteuer sichert Wachstum

Deutliches Ergebnis einer Unternehmerbefragung in Deutschland

Die Reduzierung der Mehrwertsteuer, die der Rat der Europäischen Union für das Gastgewerbe ermöglicht hat, wäre ein beispielloses Programm für mehr Wachstum und Beschäftigung in Hotellerie und Gastronomie in Deutschland. Dies bestätigt eine aktuelle, repräsentative Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes, an der sich über 5700 Unternehmer bundesweit beteiligt haben.

"Sieben statt 19 Prozent Mehrwertsteuer werden eine milliardenschwere Investitionsoffensive auslösen, für Preissenkungen und Spielräume bei der Entlohnung der Mitarbeiter sorgen. Sieben Prozent Mehrwertsteuer wären das beste Konjunkturprogramm für eine Branche, in der über 100'000 Arbeitsplätze akut in Gefahr sind", so Dehoga-Präsident Ernst Fischer bei der Vorstellung der Umfrage in Berlin.

Befragt nach der Verwendung der Einsparungen bei einer Reduzierung der Mehrwertsteuer geben die 5700 Unternehmer an, 46 Prozent der Summe für Investitionen in ihre Betriebe zu verwenden. Dies entspricht 1.8 Milliarden Euro, die somit direkt auch dem Handwerk und den Zulieferern zugute kommen und die befürchteten Steuerausfälle schnell kompensieren. Mehr als ein Fünftel des Mehrwertsteuervorteils (21 Prozent) wird nach Angabe der Unternehmer für die Senkung der Preise eingesetzt. Das sind 0.8 Milliarden Euro, die direkt bei den Gästen ankommen und für eine erhebliche Belebung der Nachfrage in schwierigen konjunkturellen Zeiten sorgen.

Aber auch die über eine Million Mitarbeiter im Gastgewerbe profitieren sofort von einer Senkung der Mehrwertsteuer, denn 22 Prozent der möglichen Einsparungen planen die Hoteliers und Gastronomen für Lohnerhöhungen und Qualifikationsmassnahmen aufzuwenden. Diese ebenfalls 0.8 Milliarden Euro sorgen somit für eine Belebung des Konsumklimas weit über das Gastgewerbe hinaus. 10 Prozent des Mehrwertsteuervorteils finden laut der Befragung Verwendung zur Verbesserung des Betriebsergebnisses und erhöhen somit die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen nachhaltig.

"Die bundesweite Umfrage belegt eindrucksvoll, dass es längst überfällig ist, die reduzierte Mehrwertsteuer auch für das Gastgewerbe in Deutschland einzuführen", sagt Dehoga-Präsident Fischer auch mit Blick auf Europa. Denn 22 von 27 EU-Staaten haben ihrer Hotellerie bereits die Mehrwertsteuersätze reduziert und in der Gastronomie wenden bereits elf EU-Staaten den reduzierten Satz an. Mit Frankreich, Finnland und Belgien stehen drei weitere Länder in den Startlöchern.

Innerhalb Deutschlands bedeute die Anwendung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes Geichbehandlung mit den Bäckern, Metzgern und dem Lebensmitteleinzelhandel, schreibt der Dehoga: "Wir fordern keine Privilegierung. Wir fordern die Beseitigung bestehender Wettbewerbsnachteile.”

Aus diesem Grund begrüsst der Verband ausdrücklich die aktuelle Bundesratsinitiative der Bayerischen Staatsregierung, die auf eine schnellstmögliche Senkung des Mehrwertsteuersatzes für das Gastgewerbe dringt. CSU und FDP haben erkannt, welche grossartigen Chancen für Wachstum und Beschäftigung eine Senkung der Mehrwertsteuer mit sich bringt.


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