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28.04.2009

Tagesreisen als tragende Säule des Tourismus

Ein Plädoyer für den Tagestourismus…

Es ist üblich, den Erfolg einer Destination in erster Linie an den Logiernächten zu messen. Das hat damit zu tun, dass diese am einfachsten zu erheben sind. Es hat aber auch damit zu tun, dass die grosse wirtschaftliche Bedeutung des Tagestourismus gegenüber dem Übernachtungstourismus unterschätzt wird.

Ein Tagestourist ist eine Person, die nicht in der näheren Umgebung wohnt und eine Destination besucht, ohne dort zu übernachten. Fahrten zur Schule oder zur Arbeit, Einkaufsfahrten zur Deckung des täglichen Bedarfs und Routinefahrten zählen nicht zum Tagestourismus. Doch bis zu welcher Besuchshäufigkeit und ab welcher Distanz respektive Reisezeit gilt jemand als Tourist? Je nach Definition kommt man auf ganz andere Daten.

Wir gehen davon aus, dass die Region Basel pro Jahr acht bis zehn Millionen Tagestouristen verzeichnet. Die Besuchszahlen von Museen, Zoo oder Messe können uns hier allerdings nur grobe Hinweise liefern, weil darin auch Einheimische und Übernachtungsgäste enthalten sind.

Es gibt Anhaltspunkte, wie viel sich Gäste einen Aufenthaltstag kosten lassen und wer von diesen Ausgaben alles profitiert. Tagestouristen geben vor Ort durchschnittlich 50 bis 70 Franken aus, z.B. für Eintritte, Nahverkehr, Einkäufe oder Verpflegung. Hinzu kommt ein fast gleich hoher Betrag für die Hin- und Rückreise.

Hochgerechnet auf die obige Schätzung ergibt das für Basel und die engere Umgebung eine von Tagestouristen generierte Nachfrage zwischen 400 und 700 Millionen Franken (ohne die Reisekosten, die ja zumindest teilweise in unserer Region anfallen). Zu berücksichtigen wären noch die indirekten Wertschöpfungseffekte durch Vorleistungen oder Investitionen von touristischen Leistungserbringern sowie die Wirkung der durch den Tourismus ausgelösten Lohneinkommen!

Eine aktuelle Deloitte-Studie über den Städtetourismus in Deutschland geht am Rande auch auf die enorme Bedeutung der Tagesausflüge ein. Allein die deutschen Staatsbürger unternehmen jährlich rund 3.6 Milliarden Tagesausflüge, davon 95.3% im Inland. Profiteure sind vor allem die Gastronomie, der Detailhandel, Freizeit-, Kultur- und Sporteinrichtungen sowie nicht zuletzt die örtlichen Verkehrs- und Transportbetriebe. Der Bruttoumsatz durch den Tagestourismus in Deutschland beläuft sich inklusive An- und Abreise auf 163 Milliarden Euro. Damit ist der Tagestourismus das volumenmässig grösste Segment!

Aus ökologischer Sicht mögen Bedenken gegen all zu viel Tagestourismus berechtigt sein. Das gilt vor allem für Orte, in denen die Reisenden hordenweise einfallen, aber nur selten übernachten. Ansonsten gibt es keinen Grund, den Tagestourismus gering zu schätzen. Neben den wirtschaftlichen Effekten dürfen wir nicht vergessen, dass Tagesreisen als Appetitanreger für spätere, längere Besuche gelten.


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