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16.06.2010

Tourismusprojekt "Upper Rhine Valley" nimmt Fahrt auf

Stärkere Vernetzung nach innen, grössere Sichtbarkeit nach aussen

Drei Länder, eine Destination: Das Tourismusprojekt in der Trinationalen Metropolregion Oberrhein nimmt als Tourismusregion "Upper Rhine Valley" Fahrt auf. Der Oberrhein präsentiert sich zukünftig auf internationalem Parkett mit einheitlichem Namen. Nach mehrmonatigem Auswahlverfahren haben die 31 Projektpartner nun auch ein gemeinsames Logo gefunden. Den Zuschlag erhielt die Agentur Dagré aus Strassburg.

Seit rund zehn Monaten entwickeln die gemeinsamen Arbeitsgruppen aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz touristische Produkte und Projekte für die Oberrheinregion. Mit Austauschprogrammen für Auszubildende in den Tourismusberufen, gemeinsamen Veranstaltungen beispielsweise auf der Expo 2010 in Shanghai oder dem gemeinsamen Aussenmarketing, in grenzüberschreitender Zusammenarbeit entstehen für den Tourismus im "Upper Rhine Valley" zukunftsfähige Strategien.

Einen wichtigen Schritt zu mehr internationaler Sichtbarkeit der Oberrheinregion sieht Bernd Dallmann, Geschäftsführer der Freiburg Wirtschaft Tourismus Messe GmbH (FWTM), die als Träger das auf drei Jahre angesetzte und mit rund einer Million Euro geförderte Projekt koordiniert, in der Einigung der 31 Projektpartner auf ein gemeinsames Logo. "Es ist außerdem gelungen, vier neue Partner aus der Südpfalz für das 'Upper Rhine Valley' zu gewinnen und so den gesamten Oberrhein in das Tourismusprojekt zu integrieren."

Der Tourismus ist am Oberrhein ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Das spricht für die Attraktivität der Grenzregion im Herzen Europas und war ausschlaggebend für die Bewilligung der Projektmittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Bernd Dallmann: "Mit diesen Mitteln wird der Tourismus am Oberrhein nun nach innen gestärkt und nach aussen als 'Upper Rhine Valley' international vermarktet." Das Projekt wird bei der FWTM von Projektleiter Johann Cahueau gemeinsam mit Corinna Krebs koordiniert.

Projekte und Produkte

Das Projekt "Upper Rhine Valley" hat zwei Arbeitsgruppen. Unter der Leitung von François Frieh, Direktor der CRCI Alsace, verfolgt die Arbeitsgruppe "Ausbildung und Innovation" das Ziel, touristische Leistungsträger und die Bevölkerung in allen drei Nationen über die Angebote und das touristische Potential des "Upper Rhine Valley" zu informieren und für das Thema zu sensibilisieren. Der trinationale Austausch von Auszubildenden, Studierenden und Arbeitnehmern im Tourismus soll durch verschiedene Massnahmen gefördert werden. Außerdem soll die Erhebung der Tourismusstatistiken angeglichen werden, um einen möglichst einheitlichen Datensatz zu schaffen.

Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch bieten die "Upper Rhine Valley"-Stammtische, die regelmässig stattfinden. Massnahmen zur verstärkten grenzüberschreitenden Mobilität von Auszubildenden wurden Ende April in Illkirch diskutiert. Durch Kooperationen in der Ausbildung von jungen Leuten in den Tourismusberufen sollen Oberrhein-Kenntnisse über Erfahrung vermittelt und die sprachlichen und kulturellen Kompetenzen des Nachwuchses gezielt gefördert werden. In diesem Zusammenhang wird die Ausbildungssituation in touristischen Berufen erfasst und analysiert. Die Einrichtung eines gemeinsamen Tourismus-Studiengangs ist ein weiteres Ziel.

Beim "Upper Rhine Valley"-Stammtisch in Turkheim Ende März wurden Hoteliers über effektvolle und kostengünstige Renovierungsmassnahmen informiert. Die Nutzung von Web-Tools im Tourismus oder auch der grenzüberschreitende Austausch von Mitarbeitern der Tourist-Informationen sind nur zwei der Themen, die in den kommenden Monaten bei den gemeinsamen Stammtischen diskutiert werden.

Nach dem Vorbild der Green City Freiburg, die als europäische Vorzeigekommune im Klimaschutz international bekannt ist, sollen grenzüberschreitende Potentiale insbesondere auch in innovativen Feldern wie dem Nachhaltigkeits- und Fachtourismus genutzt werden. Im Rahmen des "Upper Rhine Valley"-Projektes wird nun eine Analyse durchgeführt, die die Angebote der Zukunftsbranche grenzüberschreitend erfassen soll. Ziel ist es, fachtouristische Angebote abzubilden und die Akteure besser zu vernetzen.

In die Green City Freiburg reisten 2009 rund 25'000 Fachbesucher und der Blick auf die Weltausstellung in Shanghai legt nahe, dass auch hier das gemeinsame Potential im "Upper Rhine Valley" gross ist. Nicht nur Freiburg, auch der Städtepavillon "Basel-Geneva- Zürich" und die Region Alsace präsentieren sich 2010 in der Urban Best Practices Area. Unter dem Motto "Better Water – Best Urban Life", stellen die Städte Basel, Genf und Zürich das Thema nachhaltiges Wassermanagement vor. Das elsässische "Waterskin House" ist ein Pavillon im Passivhausstandard und präsentiert vor allem das Know-how der regionalen Baubranche.

Die Arbeitsgruppe "Marketing" unter Leitung von Philippe Choukroun, Direktor des CRT Alsace, beschäftigt sich mit der touristischen Vermarktung des "Upper Rhine Valley" auf den Auslandsmärkten China, Indien, Japan, Südkorea, USA und Kanada. Der Name und der "Upper Rhine Valley"-Schriftzug werden über unterschiedliche Kanäle international vermarktet.

Neben einem gemeinsamen Flyer wird es in naher Zukunft eine gemeinsame Website, einen Messestand, einen gemeinsamen Verkaufskatalog und eine "Upper Rhine Valley"-Panoramakarte geben. Die internationale Sichtbarkeit der Region wird deutlich gesteigert. Einen visuellen Eindruck der Vielfältigkeit der Region vermittelt heute schon ein Imagefilm. Hier werden die Themen Wein und Gastronomie, Kunst und Kultur, Architektur und Bauerbe, Veranstaltungen und Traditionen sowie Natur und Landschaft aufgegriffen.

Um das "Upper Rhine Valley" in der Presse und in Reisekatalogen zu platzieren, präsentieren sich die Projektpartner regelmässig auf Messen und Veranstaltungen und pflegen gute Kontakte zur Fachpresse. Anfang Februar fand vor Pressevertretern und Reiseveranstaltern in Montreal eine "Upper Rhine Valley"-Fotoausstellung statt, am 8. Mai präsentierte sich die Region im Ausschuss der Regionen in Brüssel. Eine Pressereise mit Pressevertretern aus Japan fand Anfang Juni statt.

Auf Initiative des basel-städtischen Regierungspräsidenten Guy Morin stellte Bernd Dallmann beim Trinationalen Tag auf der Expo 2010 in Shanghai das "Upper Rhine Valley"-Projekt vor. Im September 2010 wird das Projekt im Rahmen der Schwarzwaldwoche auf der Weltausstellung ausführlich präsentiert. Für 2010 ist die Teilnahme am Workshop "Germany's South and Friends" geplant, der auf den japanischen und südkoreanischen Markt abzielt sowie im November die Teilnahme an der VEMEX in Miami, New York und Toronto.

Das "Upper Rhine Valley"

Das Projekt "Upper Rhine Valley" ist für den Zeitraum 1. Mai 2009 bis 30. April 2012 angesetzt und verwaltet ein Budget von insgesamt rund zwei Millionen Euro. Die Europäische Union fördert im Rahmen des Interreg-Programms etwa 50 Prozent der Gesamtsumme. Die 31 Projektpartner aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz kommen für die restlichen Mittel auf. Projektträger ist die FWTM in Freiburg.

Mit 21'518km² Fläche und insgesamt über 17 Millionen Übernachtungen im Jahr ist die 5.8 Millionen Einwohner starke Region vergleichbar mit der Toskana (22'990 km², 19.7 Millionen Übernachtungen).

Der Schwarzwald zählt über 8 Millionen Übernachtungen, davon 1.2 Millionen in Freiburg und jeweils 0.8 Millionen in Baden-Baden und Karlsruhe. Das Elsass ist mit nahezu sechs Millionen Übernachtungen die zweitstärkste Region, zwei Millionen davon allein in Strasbourg. Colmar und Mulhouse zählen jeweils 0.6 Millionen Übernachtungen. Die Region Basel kommt insgesamt auf 2.4 Millionen Übernachtungen, eine Million davon in Basel-Stadt. Die Region Südpfalz bleibt mit 900'000 Übernachtungen knapp unter der Millionengrenze.


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