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05.07.2010

Jean Nouvels Bau – eine Erfolgsgeschichte

Vom KKL profitiert die ganze Region Luzern

Das Kultur- und Kongresszentrum Luzern (KKL) hat die Stadt viel Geld gekostet und kostet noch immer. Dennoch ist der Bau des Architekten Jean Nouvel eine Erfolgsgeschichte, von der die ganze Region profitiert. Am 10. Juli wird das zehnjährige Jubiläum gefeiert.

sda. 227 Millionen Franken kostete das KKL, zehn Prozent mehr als budgetiert. Die Stadt Luzern allein trug 94 Millionen Franken bei, musste später nachschiessen und bezahlt jährlich rund vier Millionen Franken an den Unterhalt. Für 2015 steht eine Sanierung an mit Kosten zwischen 15 und 20 Millionen Franken.

Dennoch möchte kaum jemand in Luzern das architektonische Meisterwerk von Jean Nouvel, ein neues Wahrzeichen der Stadt, missen. Bereits 2001 sprach eine Studie der Universität St. Gallen von einer jährlichen Wertschöpfung von 57 Millionen Franken. Die Summe dürfte inzwischen noch höher liegen.

Grosse Gewinne wirft das KKL selbst nicht ab: 2009 waren es knapp 16'000 Franken. Doch die Anziehungskraft ist ungebrochen. 382 Veranstaltungen mit insgesamt 410'000 Besuchern fanden im letzten Jahr im KKL statt; allein die Architektur-Führungen ziehen jährlich über 10'000 Personen an.

Hans-Peter Aebi, Ex-Präsident des KKL-Stiftungsrates, spricht von einem "in der Schweiz einmaligen Beispiel einer Public-Privat-Partnerschaft". Viele führende Köpfe, allen voran der charismatische Stadtpräsident Franz Kurzmeyer, hätten sich diesem einen Ziel gewidmet und gemeinsam eine grosse Idee verwirklicht.

Akustische Perfektion

Auch der klar formulierte Anspruch an die Akustik hat sich gelohnt. Zusammen mit dem US-Akustiker Russell Johnson gelang es tatsächlich, einen der weltbesten Konzertsäle zu bauen. Luzern konnte sich so als Musikstadt positionieren und profilieren.

"Weltbekannte Musiker", erklärte KKL-Direktorin Elisabeth Dalucas gegenüber der Neuen Luzerner Zeitung, "stehen Schlange, um im KKL aufzutreten." Einer nach dem andern loben sie den Klang, wie beispielsweise Claudio Abbado, ein Stammgast in Luzern.

Nicht nur das Lucerne Festival als Hauptnutzer hat die Frequenzen seit Eröffnung des KKL verdoppelt und das Budget von 10 auf 26 Millionen Franken erhöht.

Die Dynamik hat auch die regionale Szene erfasst, wie der Musikjournalist Urs Mattenberger nachweist. So ist das Luzerner Sinfonieorchester deutlich profilierter geworden und hat die Besucherzahl seit 1996 auf 48'000 verdreifacht.

Aufblühende Hotellerie

Ein Indiz für die Wirkung des KKL ist auch der Investitionsschub, der die Luzerner Hotellerie im letzten Jahrzehnt erfasst hat. Das bestätigt Patric Graber, Präsident von Luzern Hotels. Allein zwischen 2002 und 2007 wurden über 300 Millionen Franken in die Infrastruktur der Luzerner Hotels investiert.

55 Millionen Franken kostete der Neubau des Radisson von Rüssli-Architekten. 24 Millionen Franken liess sich Astoria-Besitzer Urs Karli den aussergewöhnlichen Bau von Herzog und de Meuron kosten; bereits 2001 liess er sich von Jean Nouvel einen Altbau zum The Hotel designen.

Der Schweizerhof wurde schon in den neunziger Jahren von Diener+Diener fit gemacht. Ein Ende ist nicht abzusehen: Erst letzte Woche bekam das über der Stadt liegende Schlosshotel Gütsch die Baubewilligung für den Um- und Ausbau. Zwischen 50 und 70 Millionen Franken will der Investor Alexander Lebedew hier aufwenden.

Zur Tourismusdestination Luzern gehört auch der Bürgenstock mit seinem Panorama, das Alpen, Vierwaldstättersee und Mittelland einschliesst. Mit 300 Millionen Franken wollen die Investoren aus Katar diesem Resort bis 2014 zu neuem Glanz verhelfen.

Autor: Meinrad Buholzer / sda

Bild: Luzern Tourismus


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