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16.09.2010

Kürbisse richtig auswählen und lagern

Zur Dekoration oder zum Verspeisen

Der Kürbisanbau in Deutschland ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Immer mehr Geniesser lassen sich die Verwandten der Gurken und Melonen schmecken oder nutzen sie als Herbstschmuck.

"Kunden stellen häufig die Frage, ob es sich um einen Zier- oder einen Speisekürbis handelt. In vielen Fällen handelt es sich um Speisekürbisse, die oft sehr hübsch aussehen. Nur wenige Sorten sind reine Zierkürbisse und somit nicht geniessbar", so Kürbisanbauerin Britta Bötel aus Börssum in Niedersachsen.

Zierkürbisse enthalten den giftigen Bitterstoff Cucurbitacin, der beim Verzehr Bauchschmerzen und Übelkeit verursacht, sind also nur als Dekoration zu gebrauchen. Besonders schöne Speisekürbisse sind im Herbst die Sorten Lil Pumkemon, Jack be Little, Stripetti und der Kappen-Kürbis (auch Türkenturban oder Bischofsmütze genannt).

Jeder Speisekürbis kann roh gegessen werden, aber nicht jeder schmeckt. Leckere Sorten für Rohkostsalate sind der creme-grün-gestreifte Sweet Dumpling mit einem süsslich-feinen Marroni-Aroma, oder der süsslich-fruchtige Hayato, so Britta Bötel, die auf ihrem Hof rund 70 Kürbis-Sorten anbaut.

Doch woran erkenne ich eigentlich, wann ein Kürbis reif ist? Ganz einfach: "Ob ein Kürbis ausgereift ist, erfährt man am besten durch Klopfen. Klingt der Kürbis hohl und gibt auf Fingerdruck nicht nach, ist er reif. Auch verholzte Stiele und harte Schalen können ein Zeichen für Reife sein."

Während kleinere Kürbisse im Ganzen ausgehöhlt und gefüllt überbacken werden können, muss man grössere meistens zerteilen und die Schale mit einem scharfen Messer vom Fruchtfleisch ablösen.

Die meisten Sorten sind einige Monate lagerfähig, am besten bei 10 bis 14 Grad Celsius. "Bis zum Verbrauch können sie gut als Dekoration auch in warmen Räumen verwandt werden, wenn die Schale nicht verletzt ist. Im Frost darf der Kürbis allerdings nicht lagern, denn sonst fängt die Frucht an zu faulen", sagt Bötel.

Während seiner Lagerung verliert der Kürbis keine seiner wertvollen Inhaltsstoffe (nennenswerte Mengen an Carotinoiden, Kalium, Ballaststoffen, sekundäre Pflanzenstoffen, Phytosterine). Deshalb ist er den gesamten Winter über als Vitamin- und Nährstofflieferant gefragt.

Autorin: Ira Schneider / aid


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