Back to Top
Wirteverband Basel-Stadt

Wirteverband Basel-Stadt


27.09.2011

Käse, Wein, Champignons: drei Erfolgsgeschichten

Einheimische Produktion kommt mit offenen Märkten bestens zurecht

Die einheimische Lebensmittelproduktion geht nicht unter, wenn die Grenzen geöffnet werden. Das sieht man nicht nur anhand des Beispiels Österreich, sondern auch an liberalisierten Märkten wie Käse und Wein.

Während Jahrzehnten hatte die parastaatliche Schweizerische Käseunion den Käsereien zu fixen Preisen Emmentaler, Gruyère und Sbrinz abgenommen – Qualität war Nebensache. Milliarden an Steuergeldern versickerten in die Schmelzkäseproduktion und in Billigst-Exporte. Im Ausland war Schweizer Markenkäse oft unter dem Einstandspreis zu haben.

Nach mehreren Skandalen verschwand die Käseunion 2002 von der Bildfläche. Seither hat sich im Käsemarkt vieles zum Guten gewendet. Das Billigimage aus den Zeiten der Käsebürokratie ist weg. In den letzten beiden Jahren konnten die Schweizer Produzenten den Export trotz schwierigem Umfeld erhöhen.

Anders als zu Zeiten der Käseunion wird der Absatz heute nicht mit Dumpingpreisen, sondern dank Qualitätsprodukten erreicht. Die tendenzielle Abnahme der Exporte fand mit der Marktöffnung gewichts- und wertmässig eine Trendwende.

Auch der Wein ist ein Erfolgsbeispiel. Vor zwanzig Jahren schütteten die Winzer ihren Chasselas-Überschuss in Schwimmbecken oder in die Rhone. Die Qualität der Weine war teilweise katastophal.

Dann wurde der Weinmarkt (bis auf einen Zoll von 30 Rappen pro Liter) liberalisiert. Die Produzenten rafften sich auf und positionierten sich neu. Heute hat der Schweizer Wein zurecht ein gutes Image und viele einheimische Tropfen können international mithalten.

Die Weinproduktion konnte sich dank stark verbesserter Qualität mehr oder weniger halten. Die Branche hatte sich seinerzeit gegen die Reform zur Wehr gesetzt. Heute ist sie stolz auf ihre am Markt erzielten Preise.

Erhellend ist auch ein Blick auf die schweizerische Champignonproduktion. Diese kann sich auf dem Markt behaupten, obwohl sie nicht von der Agrargesetzgebung profitiert: Sie kommt nicht in den Genuss von günstigen Investitionskrediten, sie darf nicht in der Landwirtschaftszone stattfinden und sie profitiert nicht vom Zollschutz an der Grenze.

Dennoch gedeiht sie prächtig! Die inländischen Produzenten haben bei den Frischpilzen mit 7400 Tonnen einen Anteil am inländischen Markt von 85 Prozent und bei den Konservenpilzen mit 4180 Tonnen einen Anteil von 15 Prozent. Insgesamt ergibt dies – bei offenen Grenzen – einen Marktanteil von 58 Prozent.

Dieser Artikel basiert auf Angaben der IG Agrarstandort Schweiz.


 

Wir sind nur beschränkt in der Lage, Anfragen telefonisch zu beantworten. Sollten Sie hier nicht fündig werden, schicken Sie uns bitte ein Mail an: info@baizer.ch

UNTERSTÜTZUNG BASEL-STADT 

SCHUTZKONZEPT GASTGEWERBE

MERKBLÄTTER GASTROSUISSE
Arbeitsrecht, Erwerbsausfall, FAQ, Kurzarbeit, Mieten 

INFOS GEWERBEVERBAND
Ausbildungsbetriebe, Grenzgänger

ARTIKEL ZUM THEMA
Bitte lesen Sie die Merkblätter, Artikel und Informationen, bevor Sie uns kontaktieren.

Für die Kontaktdatenerhebung empfehlen wir Mindful und Clubsafely.



Mit E-Learning zum Wirtepatent!

1000 Franken plus Prüfungsgebühr
Mehr Informationen