Back to Top
Wirteverband Basel-Stadt

Wirteverband Basel-Stadt


Suchen Sie Mitarbeiter?
Schalten Sie jetzt für 58 Franken ein Stellenangebot auf Gastro-Express, der führenden Jobbörse für das Schweizer Gastgewerbe. Jahresabos ab 390 Franken.

03.03.2012

Schweizer Städte verlieren Marktanteile

Konkurrenzdestinationen entwickeln sich weit dynamischer

Deutsche, österreichische und skandinavische Städte vermelden touristische Spitzenresultate. Die Hotellerie in den grossen Schweizer Städten vermochte sich zwar trotz Frankenstärke, Finanz- und Wirtschaftskrise zu halten – eine genaue Betrachtung zeigt allerdings, dass die Wachstumsdynamik weit geringer ist als bei den meisten Konkurrenzdestinationen.

Nach wie vor stehen die Zeichen im Städtetourismus auf Wachstum. Die Expansion von Billig-Fluglinien und bessere Verkehrsverbindungen spielen hier eine Rolle, ebenso die Zunahme von Geschäfts-, Kurz- und Erlebnisreisen. Eine steigende Zahl von kinderlosen Haushalten, die Flexibilisierung der Arbeitszeiten und die Globalisierung unterfüttern diese Trends.

Nachholbedarf bei der Internationalisierung?

In vielen Städten kam es zu einem Anstieg der Beherbergungskapazitäten und damit zu mehr Logiernächten in Spitzenzeiten. Zudem sorgt die Internationalisierung der Gästestruktur dafür, dass die Frequenzen steigen: Immer mehr Touristen aus Osteuropa, Asien und Amerika entdecken die Attraktivität hiesiger Städte.

Der Tourismus in den Schweizer Städten ist schon lange sehr international. Es kann sein, dass ein Nachholbedarf bei der Internationalisierung nun deutschen und österreichischen Städten zusätzliches Wachstum ermöglicht. Die Nähe zu aufstrebenden Quellmärkten wie Polen oder Tschechien spielt wohl ebenfalls eine Rolle.

Die riesigen Unterschiede bei der Dynamik lassen sich so aber nicht erklären. Es ist deshalb wahrscheinlich, dass der starke Franken, das hohe Preisniveau (verursacht durch exorbitante Produktionskosten) sowie andere Faktoren die Entwicklung in den Schweizer Städten bremsen.

Deutsche Städtedestinationen wachsen am schnellsten

Nur Basel vermochte zwischen 2007 und 2011 zweistellig zu wachsen. Die Hotelübernachtungen am Rheinknie legten in diesem Zeitraum um 14.6 Prozent zu. Mit dieser für schweizerische Verhältnisse hohen Zuwachsrate schlägt Basel aber von den 13 grössten deutschen Städten nur gerade Köln und Bremen. Die Frequenzen in Städten wie Düsseldorf (+26.3%), Hannover (+29%) oder Freiburg (+22.1%) entwickelten sich weit besser.

Während das Hotelgewerbe in Metropolen wie Berlin, München und Hamburg ein Rekordjahr nach dem anderen verzeichnet und 2011 im Vergleich zu 2007 um 23 bis 29 Prozent zulegen konnte, dümpeln die Zahlen fast aller Schweizer Städte vor sich hin. Genf hatte 2011 gar vier Prozent weniger Logiernächte als 2007, Zürich lediglich ein Wachstum von gut zwei Prozent. In Luzern, Lausanne und Bern betrug der Zuwachs rund vier Prozent.

Auch die österreichischen Städte entwickeln sich besser. Abgesehen vom etwas gesättigten Markt in Salzburg ist das Wachstum sehr dynamisch. Wien verzeichnete im vergangenen Jahr fast 18 Prozent mehr Nächtigungen als vier Jahre zuvor. In Innsbruck und Linz sind es rund zehn Prozent, in Graz gar 23 Prozent.

Besonders gut entwickeln sich auch Städte in Skandinavien, wie das Beispiel Stockholm eindrücklich zeigt. Die Hotellerie der schwedischen Hauptstadt wuchs bereits in den ersten sieben Jahren des Jahrtausends um eindrückliche 36 Prozent und vermochte weiter zuzulegen – selbst während der Finanzkrise. 2011 lagen die Übernachtungszahlen 26 Prozent über dem Wert von 2007.

Übernachtungstourismus in Schweizer Städten stagniert

Natürlich hängen Einzelresultate stets davon ab, wie die regionale Konjunktur sich entwickelte, ob Grossveranstaltungen oder erfolgreiche Ausstellungen stattfanden, ob Verkehrsverbindungen, wichtige Bauwerke oder Zimmerkapazitäten entstanden. Zudem müsste die Entwicklung in den Aussengemeinden berücksichtigt werden, weil beispielsweise Flughafen- oder Kongresshotels oft dort liegen.

Ein grosses Bild ergibt sich aber, wenn wir die Entwicklung der sechs bedeutsamsten Schweizer Städtedestinationen mit derjenigen der wichtigsten deutschen und österreichischen vergleichen. Während die Übernachtungszahl der Top 6 in der Schweiz von 2007 bis 2011 um 2.6 Prozent stieg, legten die grössten deutschen um 25.4 und die österreichischen um 15.4 Prozent zu.

Schon den Schock der Finanzkrise von Ende 2008 haben deutsche Städte besser verdaut. Nur einige Wirtschaftszentren wie Frankfurt, Stuttgart oder Düsseldorf verzeichneten kurzfristige Rückgänge. In Österreich hingegen vermochte 2009 einzig Linz die Nächtigungen des Vorjahres (inkl. Euro 2008) zu steigern, was auf die "Kulturhauptstadt Europas" zurück zu führen ist. In der Schweiz war 2009 nur Basel und Bern ein geringes Wachstum vergönnt.

Man ist versucht, die aktuelle Wachstumsschwäche der Schweizer Städte mit einem generellen Nachholbedarf ausländischer Destinationen zu erklären. Betrachtet man allerdings die Zuwachsraten einiger Städte zwischen 2000 und 2007, so fällt dieses Argument in sich zusammen: Berlin 51%, Köln 46%, Hannover 45%, Dresden 38%, Stockholm 36%, Frankfurt 27%, Düsseldorf und Wien 25%, München 23%. Oder Stuttgart: Dort führten jährliche Steigerungsraten seit 1996 zu einem Logiernächte-Zuwachs von 82%.

Problematischer als die erklärbare Stagnation von 2009 ist die vergleichsweise geringe Dynamik in den Jahren 2010 und 2011. Zwar legten auch die Schweizer Städte zu, im Vergleich zu deutschen, österreichischen und anderen Konkurrenten aber wesentlich zaghafter.


Suchen Sie eine Stelle im Gastgewerbe?
Inserieren Sie kostenlos auf Gastro-Express, der führenden Jobbörse für das Schweizer Gastgewerbe!


 

Wir sind nur beschränkt in der Lage, Anfragen telefonisch zu beantworten. Sollten Sie hier nicht fündig werden, schicken Sie uns bitte ein Mail an: info@baizer.ch

WICHTIGE LINKS
NEUE Unterstützung Basel-Stadt 
Kurzarbeit
Überbrückungskredite 
Corona-Erwerbsersatz
Schutzkonzept Gastgewerbe
Merkblätter GastroSuisse
Kontaktdaten Mindful 
Kontaktdaten Clubsafely
BAG Plakate

Covid Certificate Check App
Apple Store
Google Play Store



Mit E-Learning zum Wirtepatent!

1000 Franken plus Prüfungsgebühr
Mehr Informationen