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27.01.2013

Teuerungsbereinigt sinken die Hotelpreise in Deutschland

Berlin und andere Grossstädte besonders betroffen

Innert zehn Jahren verschlechterten sich inflationsbereinigt die Netto-Zimmerpreise in Deutschland. Die Preise sind wesentlich schwächer gestiegen als der Verbraucherpreisindex. Ohne die Mehrwertsteuersenkung von 2010 ginge es den deutschen Hoteliers noch schlechter. Besonders schwach war die Entwicklung an den wichtigsten Hotelstandorten.

Zwar hat sich die nominelle Durchschnittsrate in den deutschen Metropolen Berlin, München, Hamburg, Frankfurt, Köln und Düsseldorf zwischen 2001 und 2011 um durchschnittlich 0.6 Prozent pro Jahr verbessert. Der Wert hinkt aber dem Verbraucherpreisindex (+1.65%) hinterher, wie Christian Schollen von der Schollen Hotelentwicklung GmbH in der AHGZ festhielt.

Einzig Düsseldorf mit der höchsten jährlichen Steigerungsrate von 1.9 Prozent übertrifft die allgemeine Preissteigerung, während Berlin sogar einen negativen Wert aufweist (-0.9%). Insgesamt schafften die grössten sechs Hotelstandorte in Deutschland in der Zehnjahresbetrachtung nur ein Zimmerpreis-Plus von 2.9 Prozent. Es ist dies klar weniger als die 10.8 Prozent des deutschen Gesamtmarktes.

Laut Schollen kam Düsseldorf mit 10.2 Prozent zumindest noch in die Nähe. Hamburg und Frankfurt liegen zwischen 8 und 9 Prozent. Köln kommt auf 3.1 Prozent. München (-0.9%) und Berlin (-12%) bewegen sich sogar unterhalb des Wertes von 2001.

Ernüchternd ist die inflationsbereinigte Betrachtung der Preisentwicklung: Gemittelt ergibt sich hier zwischen 2001 und 2011 ein Minus der sechs Grossstädte von 12.2 Prozent und damit ein noch schlechterer Wert als der bundesweite Rückgang um 5.4 Prozent.

Am Ende rangiert Berlin mit einem Minus von 25.1 Prozent. Hotelübernachtungen in der Hauptstadt sind also teuerungsbereinigt um einen Viertel günstiger als noch 2001. Im Durchschnitt sind es nur gerade 86 Euro. Spitzenreiter bei den durchschnittlichen Zimmerpreisen 2011 ist Frankfurt (116 Euro), gefolgt von München (114 Euro), Düsseldorf und Hamburg. Den höchsten RevPAR (Zimmerauslastung mal Durchschnittpreis) erzielen Hotels in München.

Die Entwicklung der Netto-Zimmerpreise ist für die Hotellerie ein betriebswirtschaftlich bedeutendes Problem. Schollen vermutet, dass die Preissensibilität der deutschen Konsumenten der Hauptgrund für die international schlechten Werte ist. Zudem ist das Hotelgewerbe in Deutschland ausgesprochen wettbewerbsintensiv.

"Der gegenwärtige Boom der Budgethotels ist gleichzeitig auffälligster Ausdruck wie auch selbstverstärkendes Element dieser Marktentwicklung und allemal die logische Reaktion auf das niedrige Preisniveau", erklärt Christian Schollen.


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