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Wirteverband Basel-Stadt

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16.04.2013

30 Prozent teuer? Abgemacht!

Schweizer Chef von Coca-Cola beschönigt Preisunterschiede

In der "Schweiz am Sonntag" durfte Tomas Gawloski, CEO der Coca-Cola HBC Schweiz AG, erklären, wieso Coca-Cola hierzulande teurer ist. Als Preisunterschied zum Ausland nennt er 30 Prozent – da irrt er sich gewaltig! Noch flapsiger äussert sich ein Sprecher der Firma im "Blick am Abend": Er wirft den Schweizer Wirten vor, mit Coca-Cola Geld zu verdienen.

Wirte in Lörrach erhalten die 33cl-Mehrwegflasche Coca-Cola für 42 bis 50 Cents in den Keller geliefert. Zum aktuellen Eurokurs von 1.22 sind das 51 bis 61 Rappen. In Riehen, wenige Kilometer von Lörrach entfernt, bezahlen die meisten Gastronomen zwischen 95 und 100 Rappen, in Einzelfällen sogar den Listenpreis von CHF 1.13.

Ein deutscher Durchschnittsbetrieb bezahlt etwa 56 Rappen, während die meisten Schweizer Gastronomen einen Nettopreis von rund 98 Rappen haben. Das sind 42 Rappen oder 78.5 Prozent mehr als in Deutschland.

Auf diese Unterschiede angesprochen, äussert Gawlowski Zweifel: "Ich habe von 30 Prozent gehört." Das wäre wunderbar! Bei einer solchen Preisdifferenz könnten Schweizer Wirte ihr Coca-Cola für 67 bis 81 Rappen einkaufen.

Unsere Angebot an Herr Gawlowski: Sorgt er dafür, dass Schweizer Wirte "nur" noch 30 Prozent teurer einkaufen müssen als ihre deutschen Kollegen, dann beenden wir unsere Importe und kaufen wieder "Schweizer" Coca-Cola!

Schweizer Getränkehändler bezahlen übrigens für die kleinen Mehrwegflaschen von Coca-Cola 59.5 Prozent mehr als ihre deutschen Kollegen. Deren Marge ist also bestimmt nicht das Problem, sind sie es doch, die die aufwendige Feinverteilung erbringen.

"Die Wirte verdienen gut mit uns"

Im "Blick am Abend" meint ein Sprecher der Coca-Cola HBC Schweiz AG, seine Firma sei der falsche Adressat für Kritik. Der Konzern vergebe in jedem Land Lizenzen an unabhängige Abfüll-Unternehmer. Aha, dann findet die massive Kaufkraftabschöpfung also in Atlanta und nicht in Brütisellen statt.

Schlicht die Höhe ist, dass Coca-Cola HBC im gleichen Artikel noch Vorwürfe gegen die Gastronomen erhebt. Wörtlich: "Wir sind sicher. Die Wirte verdienen gutes Geld mit uns." Einspruch: In der Gastronomie spielt der Wettbewerb – was man beim Vertrieb von Coca-Cola leider nicht sagen kann.

Auszüge aus Artikeln der "Schweiz am Sonntag" und des "Blick am Abend".


 

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