Back to Top
Wirteverband Basel-Stadt

Wirteverband Basel-Stadt


Suchen Sie Mitarbeiter?
Schalten Sie jetzt für 58 Franken ein Stellenangebot auf Gastro-Express, der führenden Jobbörse für das Schweizer Gastgewerbe. Jahresabos ab 390 Franken.

07.02.2014

Marseille: Kulturhauptstadt-Jahr zahlte sich aus

Museum der Zivilisationen ist Motor der touristischen Entwicklung

Marseille zog 2013 vollen Nutzen aus seinem Titel als europäische Kulturhauptstadt. Nach einem harzigen Start im ersten Quartal zogen die Veranstaltungen zahlreiche Besucher an. Das neue Museum der Zivilisationen entwickelt sich zum Tourismus-Motor. Die 2600 Jahre alte Stadt punktet auch im MICE-Bereich.

Seit 1985 verleiht die EU den begehrten Titel "Kulturhauptstadt Europas". 2013 war die Reihe an "Marseille Provence". Die Besucher von Marseille, Aix-en-Provence und Arles erwarteten mehr als 400 Projekte in allen künstlerischen und kulturellen Disziplinen – von Musik und Tanz über die bildende Kunst bis hin zu Street Art, Literatur, Gastronomie und Kino.

Nach ersten Schätzungen verzeichnete die Region im Kulturhauptstadt-Jahr rund zehn Millionen Besucher, zwei Millionen mehr als im Vorjahr. Die Zahl der ausländischen Gäste nahm um 17% zu, während in den meisten anderen Regionen Frankreichs Rückgänge hingenommen werden mussten.

RevPAR steigt deutlich

Gemäss Erhebungen von MKG Hospitality stieg 2013 die Zimmerauslastung in der Agglomeration um 5.4 Prozentpunkte auf 69.8%. Die Durchschnittsrate stieg um 1.1% auf 90.30 Euro, was einen RevPAR von 63 Euro ergibt. Der Umsatz pro verfügbares Zimmer ist damit gegenüber 2012 um 9.6% gestiegen.

Die Zahlen sind umso eindrücklicher, als der "Kulturhauptstadt-Effekt" erst ab dem zweiten Quartal zu spüren war. Im August verbesserte sich der RevPAR gegenüber dem Vorjahr dann um 21.4%, im Oktober waren es sogar 29.5%.

Die älteste Stadt Frankreichs verfügt über 87 Hotels mit 5316 Zimmern. Die Aire Urbaine Marseille / Aix-en-Provence zählt 251 Hotels mit 12'397 Zimmern. Pro Jahr werden in der Stadt 1.7 Millionen und in der Region Marseille an die vier Millionen Hotelübernachtungen gezählt. Rund 40% der Gäste stammen aus dem Ausland. Wichtige Quellmärkte sind Deutschland, Belgien, Italien, Spanien, das Vereinigte Königreich, die Niederlande, die Schweiz, die USA, Kanada, Russland, Nordafrika, Japan und China.

Wie üblich in den französischen Grossstädten, ist die Accor-Gruppe mit vielen Häusern der Marken Novotel, Mercure, Ibis und Adagio vertreten. Die führenden Hotels in Marseille sind das ebenfalls zu Accor gehörende Sofitel am Vieux-Port sowie das Intercontinental.

Knotenpunkt der Kulturen und des Handels

Ein wichtiger Impuls für Marseille war die Eröffnung des Museums der Zivilisationen Europas und des Mittelmeers am 7. Juni 2013. Das MuCEM verzeichnete in den ersten sieben Betriebsmonaten bereits 1.6 Millionen Besucher verzeichnete und löste damit die Basilika Notre-Dame de la Garde als meistfrequentierte Sehenswürdigkeit ab. Der kubisch angelegte Museumsbau, in dem auch Abendveranstaltungen stattfinden, wurde für 190 Millionen Euro vom Architekten Rudy Ricciotti errichtet und spielt eine entscheidende Rolle bei der weiteren touristischen Entwicklung.

Marseille ist bereits seit der Antike eine wichtige Drehscheibe der Kulturen und des Handels. Die Vorzüge dieser in völligem Wandel begriffenen Stadt bewirken einen wirtschaftlichen Aufschwung und verwandeln die Stadt in ein beliebtes Reiseziel. Marseille ist zudem mit fast einer Million Passagieren einer der wichtigsten Einschiffungshäfen des europäischen Kreuzfahrtmarktes.

Im Ranking der International Congress and Convention Association (ICCA) belegte Marseille 2012 den 142. Platz weltweit und den 77. Rang in Europa. Gab es 1996 auf dem Stadtgebiet noch 109'000 Kongresstage, so waren es 2012 bereits 283'000 Teilnehmertage an insgesamt 331 Tagungen, die an so unterschiedlichen Orten wie dem Palais du Pharo, dem Palais des Congrès im Parc Chanot oder dem World Trade Center stattfanden.

Marseille Chanot heisst das Messe- und Kongresszentrum der zweitgrössten Stadt Frankreichs. In sieben Gebäuden befinden sich drei Auditorien mit einem Fassungsvermögen von 400 bis 3200, fünfzehn Tagungsräume und 1800 Parkplätze. Die gesamten Innen- und Aussenflächen belaufen sich auf 120'000 Quadratmeter. Pro Jahr werden über eine Million Messe- und Kongressgäste gezählt.

Für Grossveranstaltungen stehen in Marseille mehrere Lokalitäten zur Verfügung. Sportanlässe finden im Palais Omnisports auf fünf Etagen oder im Palais des Sports mit Hallenkapazitäten von 4200 und 7200 Personen statt. Im modulartigen Konzert- und Musicaltheater Le Dôme finden bis zu 8500 Zuschauer Platz. 2011 eröffnete in einem Getreidesilo aus dem 19. Jahrhundert der multifunktionale Unterhaltungskomplex Le Silo, in dem pro Jahr über 80 Veranstaltungen und Ausstellungen stattfinden.

Zentrum des Mittelmeerraums

Der Flughafen von Marseille verzeichnet 8.2 Millionen Passagiere. Von hier führen über 100 Fluglinien zu Destinationen in 26 Ländern. Mit dem TGV ist das Stadtzentrum von Marseille in nur drei Stunden von Paris her zu erreichen. Am Bahnhof Saint-Charles treffen jährlich etwas 11 Millionen Fahrgäste ein. Regelmässige Schiffsverbindungen verbinden Marseille mit Korsika, Italien und Nordafrika. Davon machen pro Jahr fast zweieinhalb Millionen Passagiere Gebrauch.

Marseille ist eine Hafenstadt mit einer starken Identität, die sich immer den Veränderungen ihrer Zeit anzupassen vermochte. Sie bleibt ein wichtiges, weltoffenes Zentrum des Mittelmeerraums. Mit Euroméditerranée, dem vermutlich grössten Stadterneuerungsprogramm Europas, verfolgt Marseille eine gezielte Strategie zur Neupositionierung.

Das "MuCEM" gehört zu den fünfzig meistbesuchten Museen der Welt und gibt Marseille kräftige Impulse.


Suchen Sie eine Stelle im Gastgewerbe?
Inserieren Sie kostenlos auf Gastro-Express, der führenden Jobbörse für das Schweizer Gastgewerbe!


 

GV in neuem Format - bitte unbedingt Termin reservieren!
Dienstag, 9. Mai 2023 ab 16 Uhr
im Restaurant zur Mägd, Basel
Spannendes Rahmenprogramm!



Jetzt unterschreiben!

Ja zur Entschädigungsinitiative

entschaedigung-ja.ch


Mit E-Learning zum Wirtepatent!

1000 Franken plus Prüfungsgebühr
Mehr Informationen


Kostenlose Servicekurse

für Einsteigerinnen und Einsteiger
Jetzt informieren und anmelden