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23.02.2015

STV fordert Massnahmen gegen die Frankenstärke

Verbandspräsidenten sprachen mit Bundesrat Schneider-Ammann

Der Schweizer Tourismus-Verband (STV) präsentierte ein Massnahmenpaket der Tourismusbranche gegen die Frankenstärke. Es wurde unter der Leitung des STV in enger Zusammenarbeit mit den Branchenverbänden Gastrosuisse, Hotelleriesuisse, Parahotellerie Schweiz, der Konferenz der regionalen Schweizer Tourismusdirektoren und Seilbahnen Schweiz erarbeitet.

Das Massnahmenpaket wurde von der Branche gemeinsam erarbeitet, was in der aktuellen Situation zentral ist. Neben diversen Aktivitäten, die schon seit längerer Zeit am Laufen sind und nun noch intensiviert werden, wurden Massnahmen definiert, welche die Folgen der Aufhebung des Mindestkurses mildern.

Dies sind unter anderem die Unterstützung und geforderte Anpassung der Standortförderungs-Instrumente (Mittel an Schweiz Tourismus, Innotour, Verlängerung des SGH-Kredits und neue Regionalpolitik) an die Situation nach der Aufhebung des Mindestkurses, z.B. die verstärkte Förderung der Innovation oder die Schweiz-Offensive zur Bewerbung von Schweizer Gästen, für welche der Franken nicht teurer geworden ist.

Im Weiteren die Reduktion des Kostensockels für touristische Betriebe durch die Unterstützung der parlamentarischen Initiative "Überhöhte Importpreise – Aufhebung des Beschaffungszwangs im Inland" von Ständerat Hans Altherr sowie die Verankerung des bis Ende 2017 befristeten Sondersatzes für die Beherbergung im Gesetz. Brancheninterne Massnahmen betreffen die Überarbeitung der Qualitätsförderung und die Unterstützung des Schneesports.

Die drei Verbandspräsidenten Dominique de Buman (Schweizer Tourismus-Verband, Seilbahnen Schweiz), Casimir Platzer (GastroSuisse) und Andreas Züllig (Hotelleriesuisse) trafen sich kürzlich mit Bundesrat Schneider-Ammann, um in der aktuellen Situation auf die eminente Bedeutung guter Rahmenbedingungen hinzuweisen. Themen waren unter anderem die Bedeutung eines offenen Arbeitsmarktes, administrative Entlastungen sowie Chancen und Risiken weiterer Massnahmen.

Wenn ausländische Gäste in der Schweiz touristische Dienstleistungen in Anspruch nehmen, hat dies dieselbe Wirkung wie der Export von Waren, weshalb der Tourismus der Exportwirtschaft zuzuordnen ist. Mit 15.6 Milliarden Franken Exporteinnahmen in der Schweiz (2013) ist er die viertgrösste Exportindustrie.

Der Tourismus erwirtschaftete zudem gut 16 Milliarden Franken Bruttowertschöpfung mit einer Nachfrage nach Tourismusprodukten und touristischen Dienstleistungen von über 38 Milliarden Franken. Über 165'000 Personen (Vollzeitäquivalente) sind in der personalintensiven Querschnittbranche beschäftigt. Diese Arbeitsplätze gilt es langfristig zu erhalten.


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