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27.02.2015

Leichtes Minus im vierten Quartal 2014

KOF-Bericht zeigt uneinheitliches Bild

Der Gastgewerbe-Bericht der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich über die Auswertungsmonate Oktober bis Dezember 2014 zeigt ein durchzogenes Bild: Die Umsätze in der Restauration gingen zurück, während die Hotellerie sich etwas erholte. Die Auswirkungen des Währungsschocks sind noch nicht in die Ergebnisse eingeflossen.

Gemäss den Ergebnissen der KOF-Umfrage sind die Umsätze im vierten Quartal 2014 zurückgegangen, wenn auch nicht so stark wie im dritten Quartal 2014. Durch den Rückgang in der Nachfrage und der Absatzmenge hat sich auch die Ertragslage leicht verschlechtert.

Die Beurteilung fällt in der Beherbergung mit einem positiven Umsatzwachstum etwas besser aus als in der Gastronomie. Die einzelnen Tourismuszonen wichen in konjunktureller Hinsicht teilweise stark vom allgemeinen Bild ab. In den Berggebieten und grossen Städten, aber vor allem in den Seezonen konnte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal gesteigert werden. In den übrigen Gebieten hingegen sind die Nachfrage und der Umsatz regelrecht eingebrochen.

In der Restauration ergab sich im vierten Quartal 2014 vor allem in den grossen Unternehmen (mehr als 50 Beschäftigte) einen Rückgang im Absatz, welcher die Beurteilung der Ertragslage beeinflusste. Währendem die grossen Restaurationsbetriebe eine Verschlechterung der Ertragslage signalisieren, meldeten kleinere und mittelgrosse Betriebe häufiger eine leichte Verbesserung der Erträge.

Die grossen Betriebe gaben hauptsächlich die mangelnde Nachfrage als Grund für den fehlenden Umsatz an. Für die kleineren und mittleren Unternehmen war die jüngste Entwicklung des Wetters das grösste Hemmnis für die Geschäftstätigkeit.

Die Hotellerie weist bei den in- und ausländischen Gästen eine Steigerung der Logiernächte aus, was im vierten Quartal 2014 zu einem leicht positiven Umsatzergebnis führte. Das Bundesamt für Statistik meldet ebenfalls für die Monate Oktober und Dezember die stärksten Zunahmen in den Logiernächten im 2014 (+5.7% resp. +4.5%). Insgesamt wird mit total 35.9 Millionen Logiernächten im Jahr 2014 gegenüber dem Jahr 2013 ein leichtes Plus von 0.9% (+310‘000 Logiernächte) verzeichnet.

Besonders erfreulich ist die stärkere Nachfrage der einheimischen Gäste, welche seit Anfang der 1990er-Jahre erstmals wieder die Schwelle von 16 Millionen Logiernächte erreichte. Bei den ausländischen Gästen sind es vor allem die Touristen aus dem asiatischen Raum, welche 2014 die stärkste Zunahme in den Logiernächten generierten.

Die "Konjunkturumfrage Gastgewerbe" von KOF und GastroSuisse ist ein wichtiger Pulsmesser des Gastgewerbes. An der aktuellen Erhebung haben 261 gastgewerbliche Betriebe mit insgesamt 11'479 Beschäftigten teilgenommen. Da viele Umfrageteilnehmenden ihre Bewertung vor der Aufhebung des Euro-Mindestkurses am 15. Januar 2015 abgegeben haben, sind die Auswirkungen dieses Entscheides nicht in die aktuelle Quartalsumfrage eingeflossen und lassen sich daher noch nicht abschätzen.


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