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15.06.2015

Die dunkle Wirklichkeit hinter den hellen Zahlen

Beherbergungsstatistik für die Wintersaison 2014/2015

An winterlichen Verhältnissen gemessen, waren die beiden letzten Wintersaisons unerfreulich: Die letzte Saison begann mangels Kälte und Schnee erst nach Weihnachten und war Anfang April vorbei. In der vorherigen Saison konnte gar nur dort von winterlichen Verhältnissen die Rede sein, wo Beschneiungsanlagen für eine Schneedecke sorgten. Umso mehr Vorsicht ist beim Lesen und Interpretieren von aktuellen Beherbergungszahlen angebracht – und das noch abgesehen davon, dass in der Statistik seit 2004 nur noch Hotelübernachtungen auftauchen und keine Ferienwohnungsbetten.

Anfang Woche hat das Bundesamt für Statistik die entsprechende Bilanz für die vergangene Wintersaison veröffentlicht: Zwischen November und April konnte der Schweizer Tourismus demnach gegenüber der Vorjahresperiode ein Plus von 11961 Hotelübernachtungen notieren.

Auf den ersten Blick ist das eine gute Nachricht. Doch es braucht einen zweiten, dritten und vierten Blick. Der zweite Blick richtet sich auf die vergangene Saison, muss aber mindestens bis 2008 zurückreichen und Betriebsfrequenzen einschliessen. Akute Finanzschwierigkeiten bei Berghotels und -bahnen erklären sich so ohne weiteres.

Der dritte Blick geht nach Asien und zu anderen Fernmärkten, die Europareisen buchen, in denen der Franken praktisch verschwindet und der Wintersport keine Rolle spielt: China (+26.2%), Korea (+18%), Brasilien (+16.8%), Thailand (+40.9%).

Der vierte Blick zielt schliesslich zu den klassischen europäischen Quellmärkten, die seit Beginn des Wintergeschäftes vor 150 Jahren die Wintersportgebiete und ihre Bergbahnen am Leben erhalten: Deutschland (-5.8%), Niederlande (-6%), Grossbritannien (-1%).

Es werde "sicher im Herbst Betriebe geben, die Zinsen und Amortisationen nicht mehr bezahlen können", warnt denn auch Andreas Züllig, Präsident von Hotelleriesuisse. Und Casimir Platzer, Präsident von GastroSuisse, hat bereits "grossen Respekt vor der nächsten Wintersaison".

Peter Grunder / GastroJournal


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