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01.10.2015

Tourismus als globaler Wachstumstreiber

Städtereisen sind das am schnellsten wachsende Segment

In 2014 reisten rund um den Globus mehr Menschen als jemals zuvor, trotz Krisen, Krieg und Terror. So stieg weltweit die Zahl der Auslandsreisen um +4.7% und übertraf damit deutlich das allgemeine Wirtschaftswachstum. Und auch die Aussichten für dieses Jahr sind sehr positiv.

"Ausgehend von unseren Trend-Daten rechnen wir 2015 global mit einem weiteren Anstieg des internationalen Reiseverkehrs um vier Prozent", sagte Rolf Freitag, Geschäftsführer der Tourismus Beratung IPK International im Rahmen des ITB Future Days in Berlin.

Trotz zahlreicher Unruhen in 2014, in einer Reihe auch für den Tourismus wichtigen Regionen der Welt, kam es nicht zu einem Rückgang der internationalen Reisetätigkeit. Im Gegenteil, der Tourismus erwies sich wieder einmal als sehr krisenresistent.

Reisen und Urlaub machen ist mittlerweile ein unverzichtbarer Teil des Konsumverhaltens nicht nur in Europa und Nordamerika sondern in zunehmendem Masse auch in Asien und Lateinamerika. So wurden 2014 fast eine Milliarde Auslandsreisen unternommen, was eine neue Höchstmarke darstellt.

Ebenfalls angestiegen um zwei Prozent, auf mittlerweile 1750 US-Dollar pro Auslandsreise, sind auch die Ausgaben. Die Kombination aus mehr Reisen und höheren Ausgaben führte in 2014 zu einem Umsatzplus von sechs Prozent im Hinblick auf den internationalen Tourismus, so die Ergebnisse des "IPK World Travel Monitor", einer jährlichen Studie, die das Auslandsreiseverhalten in mehr als 60 Ländern weltweit untersucht.

Zentrum der Nachfrage bleibt Europa

Auch in 2014 verzeichnen die Asiaten den stärksten Anstieg bei Auslandsreisen (+8%), gefolgt von den Südamerikanern (+5%) und Nordamerikanern (+5%). Afrika und der Mittlere Osten wuchsen jeweils um zwei Prozent und die Auslandsreisen der Europäer um solide drei Prozent.

Geht man jedoch nach dem absoluten Nachfragevolumen, so zeigt sich eine nach wie vor hohe Konzentration in Bezug auf Europa: 55 Prozent der Auslandsreisen weltweit wurden 2014 von Europäern unternommen und nur etwa 20 Prozent von Asiaten. Auch im Hinblick auf die wichtigsten Quellmärkte liegt Deutschland nach wie vor an erster Stelle als der weltweit grösste Nachfragemarkt für Auslandsreisen, gefolgt von USA, Grossbritannien und China.

Im Rahmen der Auslandsreisen ist der Urlaubsanteil in den letzten fünf Jahren weltweit stetig angestiegen. Unterschiedliche Trends zeigen sich jedoch im Hinblick auf die Urlaubsarten. Basierend auf den Daten des "World Travel Monitor" stiegen der "Sun & Beach Urlaub" in den letzten fünf Jahren um 31 Prozent und Rundreisen um 28 Prozent. Die mit Abstand stärkste Dynamik zeigen jedoch Städtereisen mit einem globalen Anstieg von 72 Prozent in den letzten fünf Jahren.

Betrachtet man aber die Marktanteile, so ist der "Sun & Beach Urlaub" mit einem Anteil von 29 Prozent nach wie vor die weltweit häufigste Urlaubsart, gefolgt von Rundreisen mit einem Anteil von 23 Prozent und den Städtereisen mit 21 Prozent.

Im Hinblick auf den internationalen Geschäftsreisemarkt haben die sogenannten MICE-Reisen, auch "promotable Reisen" genannt (Meetings, Incentives, Conferences, Events, Exhibitions) mit einem Anteil von 60 Prozent die klassischen Geschäftsreisen volumenmässig überholt. Konferenzen und Seminare (32%), der Besuch von Messen und Ausstellungen (25%) sowie Events (18%) sind die den MICE-Markt dominierenden Segmente.

Beliebtestes Reiseland für Auslands-Städtereisen der Europäer ist Deutschland. Mit fast zehn Millionen Gästen hat Deutschland mit einem rasanten Wachstum die vormals führenden Destinationen Frankreich und Grossbritannien überholt.

Als wichtige Impulsgeber sieht die ITB hier attraktive Fernsehberichte von der Fußball-WM 2006 in Deutschland. Des Weiteren stehen auf der Beliebtheitsskala für Auslands-Städtereisen Italien, Spanien und Österreich ganz oben.

Die beliebtesten Ziele für Städtereisen der Europäer sind jedoch weiterhin Paris und London. Berlin liegt auf Platz 3. Danach folgen Barcelona, Prag, Amsterdam, Wien, Rom, München und New York. Beliebteste Reisemonate sind in absteigender Reihenfolge August knapp vor Mai, April und Dezember.

Auch wenn Städtereisende eine kaufkräftige Zielgruppe sind, bilden private Unterkünfte für sie populäre Alternativen zum Hotel. Trotz steigender Buchungszahlen geht der Anteil der Hotels am gesamten Unterkunftsmarkt seit Jahren zurück. Zwar buchen zwei Drittel der Städtereisenden Hotelunterkünfte, aber Onlineportale mit lokalen Gastgebern, allen voran Airbnb, erleben einen wahren Boom.

Der wachsende Trend zur "Sharing Economy" beeinflusst den Städtetourismus stark, sei es in Bezug auf den Transport oder das Unterkunftswesen. Der Kreis jener, die Angebote wie zum Beispiel Airbnb nutzen, steigt international und schlägt sich in den Zahlen der Parahotellerie nieder.

Sättigungsgrenze bei Internetbuchungen?

Der Trend online zu buchen hat sich in 2014 weiter verstärkt, auf mittlerweile weltweit 66 Prozent. Trotzdem zeigt sich zumindest in den traditionellen Reisemärkten, dass bei etwa 70 Prozent eine gewisse Sättigungsgrenze erreicht wird. Auf der anderen Seite scheint aber auch der rückläufige Trend bei Reisebürobuchungen (26%) gestoppt zu sein. Ein zwar noch kleines aber stark wachsendes Segment sind dagegen Buchungen via Smartphone.

China (mit einem Anteil von 8%) liegt dabei auf Rang 1, gefolgt von den USA (6%) und Japan (5%). Im Gegensatz dazu geniessen Blogs und Foren sowie Bewertungsportale im Internet bereits eine sehr hohe Popularität in der Phase der Reiseplanung mit einem weltweiten Nutzeranteil bei Auslandsreisen von über 60 Prozent.

Ausblick 2015

Basierend auf den Trendumfragen des "World Travel Monitor" prognostiziert IPK für 2015 einen globalen Anstieg von vier Prozent bei internationalen Reisen. Wachstumstreiber wird wie im Vorjahr Asien sein mit einem Anstieg der Auslandsreisen um sieben Prozent, gefolgt von Europa, Nord- und Südamerika mit jeweils drei Prozent. "Auch in 2015 wird der internationale Tourismus stärker wachsen als die Weltwirtschaft", schlussfolgert Rolf Freitag von IPK International auf der ITB Berlin.

Der "World Travel Monitor" ist eine Datenbank zur internationalen Tourismusnachfrage und basiert auf 500'000 Interviews, die jährlich in 63 Ländern weltweit durchgeführt werden. Damit deckt das Instrument rund 90% der weltweiten Auslandsnachfrage ab.


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