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Wirteverband Basel-Stadt

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30.06.2017

Erstmals negative Fremdenverkehrsbilanz

Schweizer geben mehr im Ausland aus

Im Jahr 2016 war der Saldo der Fremdenverkehrsbilanz erstmals in seiner Geschichte negativ. Die Ausgaben von Schweizerinnen und Schweizern während ihrer Reisen ins Ausland übertrafen jene, die die ausländischen Gäste während ihrer Reisen in der Schweiz tätigten.

Während die Schweizerinnen und Schweizer im Ausland 16.3 Milliarden Franken, d.h. 3.8 Prozent mehr als im Jahr 2015 ausgaben, stiegen die Ausgaben der ausländischen Gäste in der Schweiz um 1.4 Prozent auf 16 Milliarden Franken. Gemäss ersten Schätzungen des Bundesamtes für Statistik beläuft sich der Saldo der Fremdenverkehrsbilanz in dem von der Frankenstärke geprägten Wirtschaftsumfeld auf minus 252 Millionen Franken.

Nachdem die Einnahmen aus dem Fremdenverkehr im Jahr 2015 aufgrund der Frankenstärke einen Dämpfer erhalten hatten (-3.2%), zeigte sich 2016 eine teilweise Erholung. Die Gesamteinnahmen beliefen sich auf 16 Milliarden Franken. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Anstieg um 1.4 Prozent. Rund zwei Drittel dieser Einnahmen stammen aus dem Reiseverkehr mit Übernachtungen.

Ausländische Gäste übernachten seltener in der Schweiz

Die Einnahmen aus dem Reiseverkehr mit Übernachtungen verzeichneten im zweiten Jahr in Folge einen Rückgang. Im Vergleich zu 2015 gingen sie im Jahr 2016 um 130 Millionen Franken (-1.2%) auf 10.3 Milliarden Franken zurück.

Diese Entwicklung ist hauptsächlich auf das Übernachtungsminus in der Hotellerie und Parahotellerie zurückzuführen, das nur teilweise durch den Anstieg der pro Logiernacht getätigten Ausgaben kompensiert wurde. Die Einnahmen aus diesen beiden Bereichen sanken um 1.3 Prozent. Auch die Einnahmen aus Studien- und Spitalaufenthalten gingen im Jahr 2016 zurück (minus 37 Millionen Franken, d.h. minus 1.2%).

Im Gegensatz dazu stiegen die Einnahmen aus dem Tages- und Transitverkehr im Jahr 2016 um 9 Prozent. Die Zunahme der Anzahl ausländischer Grenzgängerinnen und Grenzgänger sowie Kurzaufenthalterinnen und Kurzaufenthalter widerspiegelte sich in einer erneuten Erhöhung derer Konsumausgaben im Jahr 2016. Diese stiegen um 4.2 Prozent auf insgesamt 2.6 Milliarden Franken.

Durch die starke Aufwertung des Schweizer Frankens haben die Schweizerinnen und Schweizer während ihrer Auslandsreisen ab Anfang 2015 wieder mehr ausgegeben. Dieser Trend bestätigte sich im Jahr 2016, gestützt durch das stabile Preisniveau (Inflationsgefälle gegenüber dem Ausland) und den stabilen Wechselkurs. Dadurch nahmen die Ausgaben der Schweizer Wohnbevölkerung für Reisen im Ausland zu: Sie stiegen um 3.8 Prozent auf 16.3 Milliarden Franken.

Mehr als 70 Prozent dieser Ausgaben, d.h. 11.8 Milliarden Franken, waren auf den Reiseverkehr mit Übernachtungen zurückzuführen. Aufgrund der zunehmenden Logiernächte der Schweizerinnen und Schweizer im Ausland sowie der gestiegenen Preise (in Schweizer Franken umgerechnet) nahmen die Ausgaben während dieser Aufenthalte um 5.3 Prozent zu.

Demgegenüber haben sich die weniger dynamischen Ausgaben beim Tages- und Transitverkehr auf hohem Niveau stabilisiert (-0.1%), nachdem sie im Jahr 2015 eine kräftige Zunahme verzeichnet hatten (+10.7%).



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