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Wirteverband Basel-Stadt

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04.05.2018

Shopping-Center verlieren Marktanteile

Branchenmix verändert sich

Der Umsatz der Schweizer Einkaufszentren sank 2017 um durchschnittlich 1.1 Prozent und somit etwas stärker als im gesamten Detailhandel. Aktuelle Daten zeigen zudem, dass sich der Branchenmix in den Shopping-Centern verändert. Die Gastronomie befindet sich im Aufwind, während vor allem Buchhandlungen und Kleiderläden verschwinden.

Anlässlich des 11. Shopping-Center-Forums präsentierte Thomas Hochreutener von GfK Switzerland die Branchendokumentation «Shopping-Center-Markt Schweiz 2018» mit neusten Zahlen, Rankings und Trends. Der Gesamtumsatz aller Schweizer Shopping-Center entwickelte sich im Jahr 2017 mit minus 1.1 Prozent etwas schwächer wie der gesamte Detailhandel (minus 0.7 Prozent).

Die Mischung aus Einkaufstourismus, Preiserosion und Online-Vormarsch setzte den Centern zu. Doch die Entwicklung der fast 200 Shopping-Center verläuft unterschiedlich. Jedes sechste Center erreicht ein Wachstum von über einem Prozent, während etwas über die Hälfte im Minus liegen. Von den Top 5 stagnierten drei Center und zwei büssten Umsatz ein, wobei dies vor allem auf Umbauten zurückzuführen war.

Die positive Flächenentwicklung ist einzig auf die Eröffnung der «Mall of Switzerland» zurückzuführen. Ohne diese Neueröffnung wäre die Fläche aller Shopping-Center um 0.1 Prozent zurückgegangen.

Produktivität schrumpft

Wenn sich Umsätze bei gleichbleibender Fläche zurückbilden, dann stellt sich ein bestbekannter Effekt ein: Die Produktivität sinkt. Dies ist 2017 in vielen Shopping-Centern geschehen: Fast überall sanken die Verkäufe pro Quadratmeter.

Nur in wenigen Fällen gelang es den Betreibern, mehr aus den vorhandenen Flächen herauszuholen. Die Top-5-Bahnhöfe der Schweiz und der Flughafen Zürich spielen hinsichtlich der Produktivität weiterhin in einer eigenen Liga. Bei den Shopping-Centern erreichten nur sieben eine Flächenproduktivität von über 10'000 Franken. Spitzenreiter ist mit 13'840 Franken das Einkaufszentrum Glatt.

Der Mietermix in den Shopping-Centern verändert sich. Vor allem Dienstleistungen wie Ärzte- oder Gesundheitszentren, aber auch neue Kosmetik- und Schönheitssalons vermochten viele Lücken zu füllen. Zugenommen hat auch der Anteil der Gastronomie, während etliche Geschäfte mit Büchern und Zeitschriften sowie mit Bekleidung und Accessoires ihre Tore schlossen.


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