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Wirteverband Basel-Stadt

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16.10.2019

Grosser Rat beschliesst Rotlicht-Staus

Mehr Zeitverlust für die Wirtschaft und mehr Ausweichverkehr

Obwohl ein Pilotprojekt gescheitert ist, hat der Grosse Rat beschlossen, weitere sogenannte Dosierstellen in Basel zu errichten. Mit diesen künstlichen Staus wird sich der Zeitverlust für Gewerbetreibende und die Bevölkerung weiter erhöhen und der Ausweichverkehr zunehmen. Statt neuen Blockaden braucht es eine Politik des Miteinanders, wie sie die «Zämme besser»-Initiativen fordern.

Die Resultate des Pilotprojektes an der Elsässerstrasse sprechen eine deutliche Sprache: So führte die Dosierstelle nicht nur zu einer längeren Fahrtzeit auf der Elsässerstrasse, sondern auch zu erheblichem Ausweichverkehr. Die Kapazität des Knotens Elsässerstrasse/Hüningerstrasse nahm um 12.5 Prozent ab. Die angestrebte Verbesserung der Situation am Voltaplatz wurde klar verfehlt.

Trotzdem hat eine knappe Mehrheit des Grossen Rates ein Verkehrslenkungskonzept beschlossen. Mit den zusätzlichen Dosierstellen und künstlichen Staus soll die Kapazität auf Hauptverkehrsachsen weiter reduziert werden. Zudem sollen auch Fahrspuren auf heute schon überlasteten Verkehrsachsen reduziert werden, zum Beispiel auf der Nauenstrasse, dem Luzernerring oder dem Steinenring.

«Den Verkehr auf den Hauptachsen zu kanalisieren und die Quartiere zu entlasten, ist grundsätzlich sinnvoll», sagt Gewerbedirektor Barell. Um dieses Ziel zu erreichen, müsste man aber die Kapazitäten auf den Hauptverkehrsachsen sicherstellen und nicht reduzieren.

«Durch die verursachten Staus durch verlängerte Rotlicht-Phasen werden die Erreichbarkeit Basels verschlechtert und die Zeitverluste weiter erhöht», sagt Gabriel Barell. «Betroffen davon ist insbesondere die Wirtschaft; die Standortbedingungen für Unternehmen mit Mobilitätsbedürfnissen verschlechtern sich. Zudem wird der Ausweichverkehr zunehmen, zulasten der Bevölkerung.

Anstelle von einer einseitig gegen einen Verkehrsträger gerichteten Staupolitik und noch mehr Konfrontation braucht es gesamtheitliche Lösungen für alle Mobilitätsbedürfnisse, so Barell. «Mit einem Ja zu den ‹Zämme besser›-Initiativen ermöglichen wir eine solche Verkehrspolitik des Miteinander.»



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