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18.08.2022

Positiver Sommer, grosse Herausforderungen bleiben

Städtetourismus leidet noch immer

Eine nach wie vor grosse Lust an Schweiz-Ferien gerade auch bei den einheimischen Gästen bestätigt die indikative Branchenumfrage von Schweiz Tourismus (ST) von Anfang August. Die Sommerbilanz der ausländischen Reisenden in der Schweiz bleibt negativ, wenn sich auch Licht am Horizont abzeichnet. Es gibt noch viel zu tun für die Schweizer Tourismuswerbung. Dies vor allem angesichts zahlreicher aktueller Krisenherde und Herausforderungen. Neu gibt es bei ST eine Sonderpromotion für die Schweizer Städte.

ST bat in der Schweizer Tourismusbranche um eine erste Bilanz der Sommerferienzeit, die Martin Nydegger, Direktor ST, vorstellte. In der indikativen Umfrage gaben sich letzte Woche die Tourismusfachleute landesweit zufrieden. Die Schweizer Gäste kamen zwar weniger zahlreich als im (Schweizer-)Rekordsommer 2021, dafür buchten deutlich mehr ausländische Gäste Sommerferien in der Schweiz. So dürfte gemäss dieser Branchenschätzung im Vergleich zum Vorjahr zwischen Juni und August insgesamt ein Wachstum von 3% bei den Übernachtungen und sogar 12% für die Eintritte (Bergbahnen, Museen, Gastronomie, etc.) resultieren.

Ferien in der Schweiz

Klar festzustellen war, dass Schweizerinnen und Schweizer wieder stärker ins Ausland reisen. Zahlreiche von ihnen sind aber nach wie vor begeistert von Sommerferien im Inland. Dies zeichnet sich auch in den Hotellogiernächten Juli 2022 ab: das Bundesamt für Statistik (BFS) sieht in einem ersten Trend zwar nicht mehr so viele Schweizer Gäste wie im Vorjahr (minus 10%), aber im Vergleich zum Rekordjahr 2019 doch immer noch ein Wachstum von 17% für den Markt Schweiz.

Die Trendzahlen des BFS zeigen auch, dass diesen Sommer wieder deutlich mehr Gäste aus dem Ausland die Schweiz besucht haben. Im Vergleich zum Referenzjahr 2019 fehlen jedoch noch immer 15% Hotellogiernächte.

Die führende Ferienwohnungsplattform e-domizil, mit mehrheitlich Schweizer Klientel, informiert ergänzend ebenfalls: zwischen Juni und August stieg das Suchvolumen im Vergleich zum Jahr 2019 um satte 62% an. Und Marcel Meek, Geschäftsführer e-domizil, freut sich: «Ausgebuchte Regionen gab es in der Schweiz bisher nur im Winter zu Weihnachten/Neujahr bzw. in den Sportferien. Neu gibt es einen zweiten solchen Peak im Sommer».

An einigen Destination beobachtet man sogar etwas weniger Schweizer Touristen als in den Vorjahren: «Das Meer und das Ausland haben unsere Schweizer Gäste wieder etwas weggelockt», so Olivier Andenmatten, Hotelier Aktiv Hotel & Spa Hannigalp VS.

Ausländische Gäste: Licht am Horizont

Bei den ausländischen Gästen fehlt noch viel bis zur Rückkehr zu den Zahlen von 2019. Das zeigt die Halbjahresbilanz, gemäss der noch immer ein Drittel der Hotellogiernächte aus den ausländischen Märkten fehlt. Leise Zuversicht herrscht allenfalls für Frankreich («nur» minus 9%), Deutschland (minus 15%), die Benelux-Staaten (minus 17%).

Italien und vor allem das Vereinigte Königreich zeigen dagegen tiefrote Zahlen (minus 20% / minus 27%). Aus Übersee konnten bis jetzt für 2022 sogar nur die Hälfte der Logiernächte 2019 erreicht werden. Immerhin zeichnet sich hier eine Rückkehr von brasilianischen (minus 17%), arabischen (minus 23%) und nordamerikanischen Reisenden (minus 25%) ab.

Dies bestätigen auch die Rückmeldungen aus der Branche. So meldet etwa Peter Kämpfer, Direktor Victoria-Jungfrau Grand Hotel & Spa in Interlaken eine «extrem gute Nachfrage aus den USA und den Golfstaaten».

In den grossen asiatischen Märkten (China mit Hongkong und Taiwan, Indien, Korea) lässt die Erholung dagegen nach wie vor auf sich warten.

Städtetourismus hochbetroffen

Fehlende Touristen gerade aus den Fernmärkten sind für die Schweizer Städtedestinationen verheerend. Die Städte landesweit mussten im ersten Halbjahr weiterhin leiden, von Lausanne (minus 21%) bis Luzern (minus 33%).

Um den Städtetourismus bei seiner Aufholjagd nach zwei Jahren Pandemie weiter zu unterstützen, werden diesen Sommer unter dem Slogan «Run the Swiss Cities» Gäste dazu eingeladen, die Schweizer Städte auf verschiedenen Jogging-Routen selbst zu entdecken und kennenzulernen.

Verschiedene Videoclips inspirieren dazu, die Ortschaften laufend zu entdecken, die Streckenvorschläge stehen dazu auf der Sport-App Strava zum Download bereit. Die Schweizer Städte locken dabei mit ihrer grossen Naturnähe und den kurzen Distanzen zwischen den Sehenswürdigkeiten.

Die Kampagne läuft ab sofort für die nächsten Wochen. Gemeinsam mit dem Schweizer Laufschuhersteller On AG wird sie in der Schweiz, in Deutschland, in Frankreich sowie in den Benelux-Staaten aktiv ausgespielt. Auf Social Media ist sie weltweit sichtbar.

Krisen häufen sich

Aller positiven Anzeichen aus dem Sommergeschäft zum Trotz: mit der schwelenden Pandemie, den Unsicherheiten bezüglich Energieversorgung und Lieferketten, dem Fachkräftemangel, dem Klimawandel mit Hitzewellen und Trockenheit, dem Krieg in Europa nach wie vor sowie Währungs- und Inflationssorgen ist der Schweizer Tourismus aktuell von vielen Seiten unter Druck.

«Die Herausforderungen häufen sich an, anstatt sich abzulösen. Ein nie gekanntes und hartes Umfeld für unsere Branche», stellt Martin Nydegger von ST, fest. Diese Rahmenbedingungen geben ab sofort den Ton an.

Sorgen bleiben bestehen

Die von ST befragten Tourismusfachleute äussern sich zur Herbstsaison zurückhaltend. Man erwartet verhaltene Zuwachsraten von höchstens bis zu 5% gegenüber dem Herbst 2021. Die bekannten Herausforderungen bleiben weiterhin tonangebend.

Stellvertretend für viele Befragte hofft Werner Lüönd, Leiter Marketing & Verkauf der Schifffahrtsgesellschaft Vierwaldstättersee: «Voraussetzungen: das Wetter spielt mit und Corona spielt uns keinen Streich».


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