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23.02.2026
Freiburg: Studie zeigt hohe Tourismusakzeptanz
Bevölkerung sieht positive Effekte auf ihre Lebensqualität
Eine aktuelle, repräsentative Studie der «Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG» (FWTM) belegt: Die überwiegende Mehrheit der Einheimischen steht dem Tourismus in ihrer Stadt positiv gegenüber.
Nach der ersten Erhebung im Jahr 2022 wurde im Juni 2025 erneut eine repräsentative Befragung unter 400 Freiburgern ab 16 Jahren durchgeführt. Die Methodik basiert auf wissenschaftlichen Standards des Deutschen Instituts für Tourismusforschung und wurde bereits in zahlreichen Destinationen angewandt.
Die Befragten bewerteten die Auswirkungen des Tourismus auf Freiburg und auf ihr persönliches Leben anhand einer 5er-Skala. Daraus wurde der Tourismusakzeptanzsaldo (TAS) berechnet, der Werte zwischen minus und plus 100 annehmen kann.
65% der Befragten bewerten die Auswirkungen des Tourismus auf Freiburg im Breisgau als «eher oder überwiegend positiv». 91% sehen den Tourismus als wichtigen Wirtschaftsfaktor, 86% als bedeutenden Imagetreiber. 74% betonen die Rolle des Tourismus für attraktive Arbeitsplätze, 77% für das vielfältige gastronomische Angebot.
Der Tourismusakzeptanzsaldo (TAS-W), der die Auswirkungen des Tourismus auf den Standort misst, liegt in Freiburg liegt bei +58. Der Tourismusakzepzanzsaldo in Bezug auf die persönliche Wahrnehmung (TAS-P), der die Auswirkungen auf das eigene, persönliche Wohlbefinden misst ebenfalls im positiven Bereich bei +22.
Tourismus als Faktor für Lebensqualität
Die Tourismusbranche wird insgesamt vorrangig als Wirtschaftsfaktor und Imagetreiber gesehen, jedoch auch verstärkt als Treiber der eigenen Lebensqualität wahrgenommen. Insbesondere junge Menschen (53%) nehmen bei der Steigerung der Lebensqualität einen Zusammenhang wahr.
Bei differenzierter Betrachtung lassen sich signifikante Unterschiede in Bezug auf die jeweilige Altersgruppe der Befragten ableiten: Während Freiburger ab 35 Jahren insbesondere die wirtschaftlichen Effekte der Tourismusbranche positiv wahrnehmen, sind es bei der jüngsten Altersgruppe (ab 16 Jahren) Effekte wie das erhöhte Freizeitangebot (64% der Befragten) und die Verschönerung des Stadtbildes (64%), die überdurchschnittlich häufig positiv wahrgenommen werden.
Neben den positiven Effekten werden auch Herausforderungen wahrgenommen: 21% empfinden die Zahl der Touristen als zu hoch, 53% wünschen sich mehr Umweltschutz und 50% fordern mehr für Einheimische reservierten Wohnraum. 34% der Befragten möchten stärker in touristische Planungen eingebunden werden.
Im deutschlandweiten Vergleich von 77 Destinationen belegt Freiburg mit dem TAS-W Platz 9, im Städtevergleich Platz 6 von 14. Die Entwicklung der Tourismusakzeptanz bleibt trotz eines leichten Rückgangs stabil und entspricht dem bundesweiten Trend.
Bei allen bislang untersuchten Destinationen fällt der TAS-W-Wert deutlich höher aus als der TAS-P-Wert, da Einheimische häufig die Leistungen des Tourismus für die Wirtschaft und das Image wahrnehmen, aber weniger für ihre eigene Freizeit- und Lebensqualität.
Die Studie zeigt: Tourismus wird in Freiburg nicht nur als Wirtschaftsfaktor und Imagetreiber, sondern zunehmend auch als Beitrag zur Lebensqualität wahrgenommen. Die Angebote für Gäste – von Radwegen über Museen bis zu Cafés – kommen auch den Einheimischen zugute.
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Die überwiegende Mehrheit der Freiburger steht dem Tourismus in ihrer Stadt positiv gegenüber. Stadt Freiburg / P. Seeger
Dossiers: Overtourism | Tourismus
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