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Wirteverband Basel-Stadt

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17.08.2015

Hoher Energieverbrauch

Schweizer Bauern produzieren nicht nachhaltig

Die Schweizer Landwirtschaft rühmt sich, nachhaltig zu produzieren. Was die Energienutzung angeht, ist das eine glatte Lüge: Der direkte Verbrauch pro Hektare genutzte Landwirtschaftsfläche ist zweieinhalb so gross wie in der EU!

1400 Liter Heizöläquivalent pro Hektare Nutzfläche: Diese Energiemenge verbraucht die Schweizer Landwirtschaft gemäss einer Auswertung von Agroscope für die Produktion landwirtschaftlicher Primärgüter. Die Gründe für den enormen Verbrauch liegen unter anderem bei den kleinflächigen Strukturen, der starken Mechanisierung, dem hohen Anteil an Gewächshäusern und der intensiven Tierhaltung.

Die Landwirtschaft ist in hohem Masse von fossilen Energieträgern abhängig. Wichtigste direkte Energiequellen sind Diesel als Treibstoff sowie Heizöl und Gas für die Beheizung von Ställen und Gewächshäusern. Dagegen spielt Elektrizität gesamthaft gesehen eine untergeordnete Rolle. Rund siebzig Prozent der benötigten Energie steckt in Form von grauer Energie in Gebäuden, Landmaschinen, Futtermitteln und anderen Produktionsmitteln.

Den Bauernverbänden ist es durch Verweis auf die Anbauschlacht im Zweiten Weltkrieg gelungen, der Bevölkerung einzureden, die staatliche Förderung der Landwirtschaft sei unerlässlich für die Versorgungssicherheit. Dabei haben sich die Rahmenbedingungen grundlegend geändert. Ohne importierte Futtermittel, ohne Strom für die Melkmaschinen und Treibstoff für die Traktoren würde heute kaum noch ein Bauernhof funktionieren.


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