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02.03.2011

Die erfolgreichsten Destinationen des Alpenraums

Internationales Tourismus-Benchmarking von BAK Basel

Im Rahmen eines Benchmarking-Programms hat BAK Basel die Performance von 150 Tourismusdestinationen des Alpenraumes untersucht. Über das ganze Jahr betrachtet, ist das Grossarltal (Salzburg) am erfolgreichsten. Knapp dahinter folgen das Vorarlberger Kleinwalsertal und die Kärntner Destination Rennweg am Katschberg. Mit Zermatt, Luzern und Scuol befinden sich drei Schweizer Destinationen unter den fünfzehn erfolgreichsten Destinationen des Alpenraums. In der Wintersaison wird das Ranking von Lech-Zürs angeführt.

In der Sommersaison liegt Achensee (Tirol) an der Spitze. Über das gesamte Tourismusjahr 2009 betrachtet nimmt das Salzburger Grossarltal bereits zum zweiten Mal in Folge die Spitzenposition im Alpenraum ein. Dies überrascht, zählt doch das Grossarltal nicht unbedingt zu den ganz grossen Destinationen mit einem klingenden Namen.

Die Salzburger Destination verdankt ihr herausragendes Abschneiden unter anderem der starken Beherbergungsstruktur. Zum einen sind viele Hotelbetriebe im hochwertigen Segment angesiedelt und zum anderen ist die Zweitwohnungsproblematik, die viele andere Destinationen belastet, im Grossarltal kaum ein Thema.

Rang zwei belegt die Destination Kleinwalsertal. Dank einer ausgezeichneten Auslastung der Kapazitäten und einer hohen Ertragskraft erreicht die Destination trotz unterdurchschnittlicher Nachfrageentwicklung einmal mehr einen Spitzenplatz im Ranking. Rang drei belegt die Kärntner Destination Rennweg am Katschberg.

Die über das gesamte Tourismusjahr erfolgreichste Schweizer Destination ist erneut Zermatt (Rang 6). Die Walliser Topdestination erreicht die ausgezeichnete Platzierung vor allem dank einer guten Auslastung über das ganze Jahr hinweg. Im Vergleich zu 2008 und 2007 hat Zermatt allerdings einige Plätze eingebüsst.

Neben Zermatt erreichen erfreulicherweise zwei weitere Schweizer Destinationen eine Position unter den Top 15. Wie schon in den Vorjahren ist zum einen Luzern (Rang 9) vorne dabei. Zum anderen ist die Bündner Destination Scuol neu dazugekommen, welche sich vom 29. Rang in 2008 auf den 12. Rang in 2009 verbessern konnte.

Anders als bei der Performance im Winter, wo die österreichischen Destinationen dominieren, ergibt sich im Sommer ein deutlich heterogeneres Bild. Unter Top 15 finden sich fünf schweizerische, eine deutsche, drei italienische und sieben österreichische Destinationen.

Die Spitzenposition im Ranking nimmt die Destination Achensee ein. Achensee profitiert insbesondere von der erfolgsversprechenden Kombination "Berge & Seen” und erreicht vor allem in Bezug auf die Kapazitätsauslastung ein ausgezeichnetes Resultat.

Rang 2 belegt die Destination Luzern, welche bei allen Teilindizes überdurchschnittliche Ergebnisse erreicht. Rang drei geht an die italienische Destination Meraner Land, welche bei den Gästen sicherlich durch das vergleichsweise milde Klima und die Stadt Meran mit ihrem attraktiven Kulturangebot punktet.

Neben Luzern sind unter den 15 im Sommer erfolgreichsten Destinationen des Alpenraumes vier weitere Schweizer Destinationen zu finden. Rang 8 belegt Interlaken. Diese Destination verfügt wie der Leader Achensee dank See und Bergen über ausgezeichnete naturräumliche Voraussetzungen. Zudem ist die Marke Interlaken weltweit bekannt, so dass insbesondere bei den sogenannten neuen Märkten (z.B. China, Indien) hervorragende Wachstumsaussichten bestehen.

Auch die beiden Tessiner Destinationen Lago Maggiore e Valli (10) und Regione Lago di Lugano (13) erreichen wie schon in den Vorjahren im Sommer sehr gute Resultate. Neu in den ersten 15 Positionen befindet sich die Bündner Destination Scuol (11). Sie kam vergleichsweise gut durch die Wirtschaftskrise und konnte im Sommer 2009 ihre Nachfrage, ihre Kapazitätsauslastung und ihre Ertragskraft steigern.

Das Ranking für die Wintersaison wird von der Destination Lech-Zürs angeführt. Seit die Rangliste erstmals erstellt wurde, ist diese Destination immer in den vordersten Positionen anzutreffen. In der Destination Lech-Zürs passt vieles zusammen: Ein ansprechendes Skigebebiet, ein hochwertiges Beherbergungsangebot und die Strahlkraft der beiden Orte Lech und Zürs erlauben es der Destination, pro Übernachtung einen hohen Preis zu erzielen und die Kapazitäten trotzdem hervorragend auszulasten.

Hinter Lech-Zürs liegt die Skiregion Obertauern auf dem zweiten Platz, gefolgt von der Destination Serfaus-Fiss-Ladis. Im Winter zeigt sich eine deutliche Dominanz der österreichischen Destinationen. Die ersten sieben Ränge werden allesamt von österreichischen Destinationen belegt. Insgesamt sind unter den ersten 15 nicht weniger als elf Destinationen aus Österreich zu finden.

In den Top 15 sind aber auch zwei Schweizer Destinationen zu finden. Samnaun erreicht als beste nicht-österreichische Destination den achten Rang. Nur knapp dahinter folgt auf Rang 10 Zermatt. Beide erreichen vor allem in Bezug auf die Bettenauslastung herausragende Resultate.

Sowohl Zermatt als auch Samnaun profitieren im Winter von ausgezeichneten Voraussetzungen in Bezug auf das Skigebiet. Zermatt verfügt zudem – auch dank dem Matterhorn – über eine grosse internationale Ausstrahlung. Samnaun seinerseits kann zusätzlich von seinem Status als "Zollfrei-Oase” profitieren.

Barcelona führt das Städte-Ranking an

Beim Städte-Tourismus-Benchmarking werden die fünf grössten Schweizer Städte Basel, Bern, Genf, Lausanne und Zürich einem internationalen Vergleich mit den Städte-Destinationen Barcelona, Florenz, Freiburg, Heidelberg, München, Prag, Salzburg, Stuttgart, Verona und Wien unterzogen. Gemäss der Untersuchung ist Barcelona die erfolgreichste Stadt im Sample.

Mit Zürich und Genf sind – wie bereits im Vorjahr – zwei Schweizer Städte unter den ersten drei. Zürich erreicht den zweiten Rang, was wie in Barcelona vor allem auf die hohe Auslastung zurückzuführen ist, während die Entwicklung der Logiernächte in Zürich nur durchschnittlich ausgefallen ist. Genf folgt im Ranking dank einer ausgezeichneten Ertragskraft auf dem dritten Rang.

Basel liegt ebenfalls über dem Durchschnitt des beobachteten Samples. Auch Lausanne und Bern können in diesem hochkarätigen Vergleich mithalten. Lausanne konnte zwar nicht ausreichend Marktanteile gewinnen, die erzielten Umsätze pro Übernachtung und vor allem die Auslastung waren hingegen vergleichsweise gut. Die Stadt Bern hat es geschafft, ihre Übernachtungszahlen deutlich zu steigern und die Auslastung der Beherbergungskapazitäten ist sehr hoch. Trotz der tiefen Ertragskraft steht Bern nur knapp unterhalb des Mittelwerts.

Die erfolgreichsten Schweizer Ausflugs-Destinationen

Neben den alpinen Destinationen und den Städte-Destinationen werden auch die Schweizer Ausflugs-Destinationen einem Vergleich unterzogen. Bei diesen handelt es sich um Regionen, die sich primär als Tagesausflugs- und Kurzreisedestinationen positionieren. Im Sample befinden sich ausschliesslich Schweizer Destinationen, da Ausflugs-Destinationen weniger in einem internationalen, sondern vielmehr in einem nationalen Wettbewerb stehen.

Die Destination St. Gallen-Bodensee ist die erfolgreichste Ausflugs-Destination in der Schweiz. Den ersten Rang verdankt die Destination vor allem einer hervorragenden Auslastung ihrer Hotelkapazitäten. Aber auch die erzielten Umsätze pro Übernachtung sind deutlich überdurchschnittlich. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich St. Gallen-Bodensee vom dritten auf den ersten Rang verbessert, was sowohl auf eine Verbesserung der Auslastungsrate als auch auf eine Erhöhung der Ertragskraft zurückzuführen ist.

Auch die Ausflugs-Destinationen La Sarine und Ägerital verdanken ihre Platzierungen auf dem zweiten und dritten Rang hauptsächlich einer sehr guten Bettenauslastung. Jedoch haben sich die Auslastungsziffern in Ägerital im Vergleich zum Vorjahr, als die Destination das Ranking angeführt hat, leicht verschlechtert.


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