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Wirteverband Basel-Stadt

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12.05.2011

Luzerner Tourismuswirtschaft entwickelt sich positiv

Umsatz, Wertschöpfung und Beschäftigung nehmen zu

Im Rahmen der Festlegung der tourismuspolitischen Strategie wurde im Jahr 2006 vom Kanton Luzern eine Wertschöpfungsstudie durchgeführt. Der Inhalt der Studie wurde im Jahr 2010 von BHP Hanser aktualisiert. Die Tourismuswirtschaft in Luzern entwickelte sich zwischen 2005 bis 2009 überdurchschnittlich positiv.

Sowohl die Gästefrequenzen als auch die touristische Wertschöpfung sind deutlich gewachsen. Die Destination Luzern profitierte dabei vom globalen Wirtschaftswachstum, das vor allem in wichtigen Quellmärkten zu einem starken Einkommenswachstum geführt hat. Des Weiteren hat die Anzahl Logiernächte im Vergleich zum schweizerischen Mittel überdurchschnittlich stark zugenommen – die Attraktivität der Destination Luzern ist somit vergleichsweise noch weiter gestiegen.

Die Zunahme der tourismusinduzierten Wertschöpfungseffekte übertrifft das Wachstum des gesamtkantonalen BIP. Die kantonale Tourismuswirtschaft weist somit als Branche eine überdurchschnittliche Wachstumsdynamik auf.

Das direkte Umsatzvolumen konnte seit 2005 von 1.5 Milliarden auf 1.7 Milliarden Franken um 18 Prozent gesteigert werden. Mit 570 Millionen erzielt erwartungsgemäss das Hotel- und Gastgewerbe die höchsten Direktumsätze gefolgt vom Detailhandel mit 340 Millionen Franken. Aber auch Branchen wie Unterhaltung/Kultur/Sport sowie Reisebüros erzielen mit dem Tourismus je 100 bis 110 Millionen Franken pro Jahr.

Auch zahlreiche andere Branchen wie das Kreditgewerbe, die Versicherungen, das Baugewerbe und baunahe Wirtschaftszweige (z.B. Holzbearbeitung, Bauplanung und Architektur), die öffentliche Hand und der Energiesektor ziehen direkten Nutzen aus dem Tourismus (zusammen ca. 200 Millionen Franken).

Seit 2005 stieg die direkte Bruttowertschöpfung um 138 Millionen (+17%) auf 948 Millionen Franken. Das Gastgewerbe steuert etwa 32% (302 Millionen Franken) bei, wovon 20% auf die Hotellerie und Parahotellerie und 12% auf die Gastronomie entfallen.

Auf den Verkehrs- und Kommunikationssektor entfallen 15%. Eine zentrale Bedeutung als touristische "Wertschöpfer" fällt ausserdem den tourismusverwandten Branchen "Detailhandel" und "Gesundheitswesen" zu. Zusammen kommen diese beiden Branchen etwa einen Drittel der touristischen Wertschöpfung. Erst danach folgen klassische touristische Leistungsträger wie der Kultur-, Unterhaltungs- und Sportbereich sowie die Reisebürobranche (je rund 5% bis 6% der touristischen Wertschöpfung).

Der touristisch induzierte Wertschöpfungsanteil der verschiedenen Branchen liegt in der Stadt jeweils höher als im übrigen Kantonsgebiet. Eine Ausnahme bildet der Gesundheitstourismus, wo die überregionale Bedeutung des Paraplegikerzentrums Nottwil zum Ausdruck kommt.

Von der im Incoming- und Binnentourismus direkt erwirtschafteten touristischen Wertschöpfung im Kanton Luzern entfallen rund 570 Millionen Franken (60%) auf die Stadt Luzern. Die Wertschöpfung der Wirtschaft des Kantons Luzern (BIP) belief sich gemäss Berechnungen im 2008 auf insgesamt 21.3 Milliarden Franken. Von 100 Franken Wertschöpfung im Kanton Luzern werden somit gut 4.5 Franken im Tourismus erwirtschaftet.

Unter Einbezug der vielen "nicht registrierbaren" Ausflugs- und Freizeittouristen – speziell im Binnentourismus – werden die jährlichen Gästefrequenzen im Incoming- und Binnentourismus des Kantons Luzern auf rund 13.7 Millionen geschätzt. Das sind 1.2 Millionen mehr als 2005.

In knapp der Hälfte der Fälle ist die Stadt Luzern der Zielort (49%). Es folgen die Region Entlebuch (13%), die übrige Region Luzern (12%) und die Teilräume Weggis-Vitznau-Rigi (11%). Auf einen Übernachtungsgast kommen im Durchschnitt drei Tagesgäste, in der Stadt Luzern gar deren vier, obschon hier die Hotellerie einen relativ hohen Stellenwert hat.

Rund 2.7 Millionen Gäste im Kanton Luzern stammen aus dem Ausland, ca. 6.4 Millionen Gäste aus anderen Kantonen. Dies unterstreicht die hohe Bedeutung des Schweizer Gastes für den Tourismus des Kantons Luzern.

Insgesamt 9200 Vollzeitstellen hängen im Kanton Luzern direkt vom Incoming- und Binnen-Tourismus ab. Dies entspricht knapp 6% der in Vollzeitstellen umgerechneten Beschäftigtenzahl.

Einbezug der indirekten Effekte

Die Wirtschaft des Kantons Luzern erzielt mit dem Tourismus ein direktes und indirektes Umsatzvolumen von jährlich zirka drei Milliarden Franken (2005 waren es erst 2.5 Milliarden) und eine direkte und indirekte Wertschöpfung von rund 1.6 Milliarden Franken pro Jahr (2005 waren es 1.4 Milliarden).

Direkte touristische Effekte in Form von Umsatz-, Wertschöpfungs-, Beschäftigungs- und Einkommenswirkungen ergeben sich aus den Ausgaben der Touristen bei den touristischen Leistungsträgern (direkte touristische Nachfrage).

Indirekte touristische Effekte umfassen zusätzliche Umsatz-, Wertschöpfungs-, Beschäftigungs- und Einkommenswirkungen, welche zum einen über Vorleistungsbezüge der Tourismuswirtschaft für Betrieb und Investitionen sowie zum anderen über Ausgaben der Tourismusbeschäftigten ausgelöst werden.


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