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26.02.2012

Schweizer Gäste werden der Schweiz untreu

Ferien im benachbarten Ausland immer beliebter

Laut Schweiz Tourismus zeigen Herr und Frau Schweizer "eine ungebrochen hohe Loyalität zur Tourismusdestination Schweiz". Anlass zu dieser Einschätzung ist, dass die Hotelübernachtungen von Schweizern im eigenen Land 2011 gegenüber dem Vorjahr nur um 0.1 Prozent zurückgingen. Bei genauerer Betrachtung bleibt von der Loyalität allerdings nicht viel übrig.

In der Tourismusstatistik gelten alle in der Schweiz wohnhaften Personen als "Schweizer". Die Bevölkerungszahl unseres Landes hat sich seit 2006 um 5.9 Prozent erhöht, während die Hotelübernachtungen von Schweizern kaum zunahmen. Vor fünf Jahren verbrachte jeder Schweizer durchschnittlich 2.03 Nächte in einem heimischen Hotel – letztes Jahr war es noch 1.98. Das entspricht einem Rückgang von gut zwei Prozent. Gegenüber dem Spitzenjahr 2008 beträgt der Rückgang sogar fast vier Prozent.

Tourismusregionen wie Graubünden oder das Tessin verzeichnen starke Einbussen bei den Schweizer Gästen. Ein Durchschnittsschweizer verbringt pro Jahr noch 0.36 Nächte in einem Bündner Hotel und 0.17 Nächte im Tessin. Vor für Jahren waren es 0.39 resp. 0.2 Nächte. Die entsprechende Kennzahl hat sich für Graubünden um sieben Prozent und für das Tessin um 16 Prozent verschlechtert.

Doch damit nicht genug: Schauen wir über die Grenze, so hat die durchschnittliche Nächtigungszahl von Schweizern stark zugenommen: Im Südtirol um 11 Prozent, in Vorarlberg und im Tirol um 14 Prozent, in Bayern gar um 22 Prozent.

Vorarlberg und Tirol verzeichneten 2011 zusammen 13.3 Prozent mehr schweizerische Logiernächte als Graubünden. Noch vor drei Jahren waren es 14.3 Prozent weniger als in Graubünden. Solche Zahlen entlarven die "Loyalität" als reines Wunschdenken.

Der Chefredaktor der Hotel-Revue, Gery Nievergelt, interpretierte die aktuelle Logiernächte-Statistik in einem Kommentar als "dickes Kompliment an die Schweizer Hoteliers". Das war voreilig. Es ist nämlich nur der vergleichsweise dynamischen Entwicklung in den Städten zu verdanken, dass keine schlimmeren Einbrüche ausgewiesen wurden.

Gäste aus dem Inland wandern in grosser Zahl von Schweizer Ferienregionen in benachbarte Länder ab! Die Frankenstärke ist hier ein wichtiger Faktor, doch wahrscheinlich nicht der einzige.


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