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Wirteverband Basel-Stadt

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31.01.2014

Lille schärft sein MICE-Profil

Etabliertes Ziel für Kongress- und Freizeittouristen

Lille ist von London, Paris, Brüssel, Amsterdam, Köln und dem Ruhrgebiet her in weniger als drei Stunden erreichbar. Nicht nur deshalb etabliert sich die nordfranzösische Grossstadt als Destination für Kongresse und Events. Nachdem die flämisch geprägte Metropole 2004 "Kulturhauptstadt Europas" war, nahm die überregionale Bekanntheit als Reiseziel stark zu.

Vor einigen Jahren machte die Filmkomödie "Bienvenue chez les Ch'tis" die nördlichste Region Frankreichs bekannt. Jenseits der Klischees besitzt das Nord-Pas-de-Calais ein vielfältiges kulturelles Erbe. Lille, die Hauptstadt der Region, präsentierte sich 2004 als europäische Kulturhauptstadt mit flämischem Charme und traditioneller Gastfreundlichkeit. 2000 audiovisuelle Reportagen, 1400 internationale und 6500 inländische Artikel steigerten die Bekanntheit enorm.

Die Stadt Lille trägt den Beinamen "Hauptstadt von Flandern" und hat 220'000 Einwohner. Die Agglomeration umfasst 85 Gemeinden mit 1.1 Millionen Einwohnern, unter anderem die Nachbarstädte Roubaix und Tourcoing. Die Metropolregion ist von der Einwohnerzahl her gesehen das viertgrösste und am dichtesten besiedelte Ballungsgebiet Frankreichs.

Die Lage nahe der belgischen Grenze, am Knotenpunkt vieler Fernstrassen, Eisenbahnlinien und Wasserwege macht Lille zum Drehkreuz zwischen Köln, Ruhrgebiet, Amsterdam, Brüssel, London und Paris. Der Flughafen von Lille hat jedoch eine geringe Bedeutung und verzeichnet vorwiegend mit innerfranzösischen Verbindungen nicht ganz eine Million Passagiere.

Das tut der hervorragenden Erreichbarkeit von Lille keinen Abbruch, weshalb die Stadt zunehmend als Destination für Meetings und Events punktet. Der Fokus liegt auf Nachhaltigkeit, Technologie, moderner Kunst und Architektur. Ausdruck des neuen Schwungs ist das Louvre in Lens, einer Stadt 35 km südlich von Lille. Der 150 Millionen Euro teure Bau lockt mit Exponaten aus dem Pariser Mutterhaus.

Die früher stark industriell geprägte Region glänzt mit einem frischen MICE-Profil. Das Kongresszentrum "Grand Palais", ein Bau des Niederländers Rem Koolhaas, vereint unter seinem Dach 27 Tagungssäle, darunter drei Auditorien und eine Halle mit 7000 Plätzen sowie 20'000m2 Ausstellungsfläche. Pro Jahr finden 300 Veranstaltungen mit über einer Million Besuchern statt.

Daneben bietet eine Vielzahl weiterer Locations einen Rahmen für Veranstaltungen, Kongresse und Incentive-Reisen, zum Beispiel das Museum für Moderne Kunst "LaM" in der Trabantenstadt Villeneuve d'Ascq.

Mit mehr als 150'000 Studenten pro Jahr ist Lille zudem eine namhafte Forschungsregion und eines der bedeutendsten europäischen Universitätszentren in Europa. 36 Prozent der Agglomerationsbevölkerung sind jünger als 25 Jahre.

Freizeittouristen zieht es in die sehenswerte Altstadt von Lille: Die alten flämischen Häuser sind beeindruckend und Brasserien locken mit Moules-frites und Biergulasch. 2005 wurden das Rathaus von Lille und sein Belfried (Glockenturm) im Welterbe der Unesco eingetragen. Das jährliche Volksfest "Braderie de Lille" ist der grösste Trödelmarkt Europas und verzeichnet über zwei Millionen Besucher.

Der Hotelpark der Region Lille umfasst 108 Hotels mit 7195 Zimmern. In der Stadt selbst hat es 50 Hotels mit 3321 Zimmern. Die meisten Hotels sind zu Fuss von einem der beiden TGV-Bahnhöfe aus erreichbar. Die "Aire Urbaine" verzeichnet etwa zwei Millionen Logiernächte, davon entfällt fast die Hälfte auf die Stadt Lille.

Der Tourismus in Lille hat noch Internationalisierungspotential, werden doch fast drei Viertel der Übernachtungen von französischen Gästen generiert. Der wichtigsten ausländischen Herkunftsmärkte sind Grossbritannien und Belgien, dahinter folgen Deutschland, die Niederlande und Italien. Fernmärkte sind mit Ausnahme der USA noch eher unbedeutend.

Grand Place in Lille und das Kongresszentrum. Bilder: OT Lille / Maxime Dufour / Lille Grand Palais

Dossiers: MICE | Tourismus
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