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05.01.2017

Leichter Logiernächterückgang in Bern

Bundesstadt dennoch touristisch im Aufbruch

Mit insgesamt 710’000 Logiernächten im Jahr 2016 verzeichnet Bern ein leichtes Minus gegenüber dem Vorjahr. In Anbetracht der Rahmenbedingungen wertet Markus Lergier, Direktor Bern Tourismus, das Ergebnis dennoch als eine gute Leistung der Branche. Für die Zukunft ist er zuversichtlich.

Die Stadt Bern verzeichnete im vergangenen Jahr rund 710‘000 Übernachtungen. Dies entspricht einem Minus zum Vorjahr von etwa einem halben Prozent. Das Fazit von Markus Lergier, Direktor Bern Tourismus, fällt dennoch positiv aus: «Wir dürfen von einer guten Leistung sprechen, denn die Rahmenbedingungen waren im 2016 für den Tourismus in der Schweiz schwierig. Terror und Frankenstärke prägten die Branche. Dazu kamen in Bern die vorübergehende Schliessung des Hotels Savoy infolge Totalsanierung sowie die zeitweise verminderte Zimmerkapazität im Hotel Kreuz, ebenfalls aufgrund eines Umbaus», erklärt er.

Topanlässe wie die Tour de France und die Kunstturn-EM wiederum hätten die touristische Wertschöpfung und das Image von Bern als Sport- und Eventstadt gestärkt. Es sei zudem hoch erfreulich, dass sich die Hotellandschaft in der Stadt Bern in ihrem Angebot stets erneuere und weiterentwickle, so Markus Lergier. So freue er sich bereits auf die bevorstehende Wiedereröffnung des Hotels Savoy.

Leistung vor Werbung

In der Angebotsentwicklung sieht Lergier denn auch die Chancen für Bern. «Leistung vor Werbung» sei sein Credo und in Bern zunehmend zu beobachten: «Der Tourismus in der Stadt befindet sich in einem Aufwärtstrend», führt er aus. Bereits im vergangenen Jahr habe Bern mit der Eröffnung der Welle 7, der Rodelbahn auf dem Gurten, den renovierten Sopra-Räumlichkeiten im Kursaal und dem sanierten Stadttheater einige neue Perlen in das touristische Angebot der Stadt aufnehmen dürfen.

Bevorstehende wie auch laufende Projekte, so zum Beispiel der Umbau des Hotels Bristol, der Jugendherberge und des Kulturcasinos, würden diese Entwicklung unterstreichen. Besonders positiv wertet Lergier den anstehenden Bau des Prizeotel in der Schönburg: «Es wird mit 188 Zimmern das grösste Hotel in Bern sein und neue, vor allem auch parallel stattfindende Kongresse und Messen in der Bundesstadt ermöglichen.»

Auch die neuen Hotelprojekte in Wankdorf City und in Ostermundigen sowie die immer konkreter werdende Idee des «BElive Centers» lassen das Herz des Touristikers höher schlagen. «Bald wird Bern die Grösse erhalten, die sie als Bundesstadt verdient, touristisch aber auch unbedingt braucht.»

Ebenfalls positiv sieht der Blick in die Zukunft auf kultureller Ebene aus. «Mit den neuen Sammlungen von Cornelius Gurlitt und der Hahnloser/Jaeggli-Stiftung wird Bern als Kulturstadt enorm aufgewertet», so Lergier. Zudem verspreche das 2017 mit Kongressen wie jenem der European Society for Trauma and Dissociation ESTD und Messen wie der Suisse Public ein erfolgreiches Kongress- und Messejahr zu werden.

Bern will sich touristisch weiter stärken: Das Zusammenrücken von Tourismus und Standortförderung unter dem Holdingdach «Bern Welcome» erachtet Markus Lergier als notwendig und sieht darin für den Tourismusstandort Bern viele Chancen. «Der Zusammenschluss von Bern Tourismus, Bern Incoming GmbH, Wirtschaftsraum Bern, Hotellerie Bern+ Mittelland, GastroStadtBern und der Innenstadtorganisation BernCity sowie der noch zu gründenden Veranstaltungsgesellschaft werden dem Tourismus noch mehr Bedeutung verleihen und die Unterstützung seitens der Stadt dürfte sich weiter erhöhen.»

Bern will die kritische Grösse erreichen, die es für eine Städtedestination braucht. Bild: Schweiz Tourismus


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