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Wirteverband Basel-Stadt

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25.01.2017

Zufriedenere Gäste bei geringerem Übernachtungspreis

Individualhotels versus Kettenhotellerie

Individualhotels sind in Europa mit 88 Prozent Marktanteil das Rückgrat der Hotellerie und haben oftmals ein besseres Preis-Leistungsverhältnis als Kettenhotels. Dies hat eine Analyse von HRS ergeben. So ist die Übernachtung in einem 3-Sterne-Individualhotel mit durchschnittlich 84 Euro fünfzehn Prozent günstiger als in einem Kettenhotel derselben Kategorie. Im 4-Sterne-Segment sind unabhängig geführte Häuser zehn Prozent günstiger. Im Bereich der Luxushotels macht der durchschnittliche Preisunterschied acht Prozent aus.

Kettenhotels kalkulieren oft eine Gebühr für das Marketing und das Franchise in die Rate mit ein. Durch schlankere Strukturen sind unabhängig geführte Hotels häufig effizienter aufgestellt, was sich positiv auf die Kosten auswirkt. So können sie in der Regel mehr in Ausstattung und Service investieren und trotz der geringeren Rate ein gleich hohes oder besseres Qualitätslevel gewährleisten.

Reisende wissen das Preis-Leistungs-Verhältnis zu schätzen und bewerten die mittelständischen Hotels ebenso gut oder sogar noch besser als grosse Kettenhotels. So liegt die Durchschnittsbewertung laut HRS-Analyse in Individualhotels bei 7.48 von 10 Punkten gegenüber 7.42 bei Kettenhotels (3-Sterne-Segment). Im 4-Sterne-Segment erzielen Individualhotels trotz der um ein Zehntel günstigeren Rate gleichgute Bewertungen (7.93 Punkte) wie die Kettenhotels (7.92 Punkte). Lediglich im Luxussegment liegen die Ketten mit 8.25 Punkten über den Individualhotels (7.74 Punkte).

Geschäftsreisende bevorzugen Kettenhotels

Individualhotels dominieren in der Anzahl den weltweiten Hotelmarkt. In Europa und Asien bilden sie einem Marktanteil von 88 bzw. 95 Prozent die Basis der Hotellerie. Doch trotz eines besseren Preis-Leistungsverhältnisses stehen sie im Geschäft mit globalen Unternehmen häufig noch im Schatten der Kettenhotellerie.

Der Grund dafür liegt in der Fragmentierung des Marktes. Die fehlende Übersicht und Transparenz über mittelständische Häuser stellt die Reiseverantwortlichen von Unternehmen bei der Zusammenstellung ihres Hotelportfolios vor grosse Herausforderungen.

Um den Aufwand für Verhandlungen gering zu halten, wenden sich daher viele Unternehmen eher an ausgewählte Hotelketten statt mit einer Vielzahl an Individualhotels zu verhandeln. Doch mit dem kategorischen «Ausblenden» des Großteils des Marktes entgeht den Firmen ein bislang ungenutztes Potenzial, Kosten zu senken.

Enormes Einsparpotenzial

«Die Konzentration auf Verhandlungen mit Kettenhotels scheint auf den ersten Blick nachvollziehbar. Doch mit einer Berücksichtigung der Individualhotels können Unternehmen enorme Ersparnisse bei den Übernachtungspreisen erzielen und gleichzeitig die Bedürfnisse ihrer Reisenden besser erfüllen», erklärt Dirk Schmidt, bei HRS verantwortlich für das Firmenkundengeschäft in Zentral- und Nordeuropa.

Rund 180’000 Individualhotels zählt HRS in seiner Datenbank. Im Rahmen der «Intelligent Sourcing»-Lösung übernimmt HRS im Auftrag seiner Kunden die zentrale Verhandlung von Firmenraten und berücksichtigt auch inhabergeführte Hotels für das Hotelprogramm der Firmenkunden.

Nach einer Bedarfsanalyse des Kunden lädt HRS die geeigneten Hotels zu einer Angebotsabgabe über eine eigene Plattform ein. Für Reiseverantwortliche bedeutet dieser Service eine Entlastung, da sie nur noch einen Ansprechpartner brauchen; für die Hotellerie – insbesondere der individualgeführten – öffnet er das Tor zum weltweiten Geschäft mit internationalen Konzernen und ermöglicht ihnen den Wettbewerb mit den Ketten.



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