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Wirteverband Basel-Stadt

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04.11.2019

Billiges Olivenöl, umetikettierte Weine

Agro-Mafia nötigt Wirte in Deutschland

Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland warnt vor Machenschaften der Mafia. Es geht um gefälschte und umetikettierte Lebensmittel, die Wirten aufgedrängt werden.

Laut Experten sind Mafia-Gruppen aus Kalabrien in Deutschland aktiv. Sie investieren in Immobilien, Restaurants und Hotels, handeln mit Kokain, Waffen und Schwarzarbeitern. Wenig bekannt ist ein Geschäftszweig, der sich mit dem Handel von Lebensmitteln beschäftigt: die «Agro-Mafia».

Der Lebensmittelmarkt ist attraktiv, kann die Mafia doch die ganze Kette von der Feldwirtschaft über den Einzelhandel bis zur Versorgung von Restaurants kontrollieren. Netzwerke der kriminellen Gruppen sollen nach Deutschland, Spanien, England und andere Länder reichen.

Ein Bericht der Polizei in Baden-Württemberg zur Organisierten Kriminalität zitierte bereits 2016 aus Untersuchungen des italienischen Bauernverbandes. Die Mafia habe in Italien seit der Wirtschaftskrise deutlich an Bedeutung gewonnen.

Es ist bekannt, dass die Mafia in Süditalien grosse Lebensmittelmärkte unter ihrer Herrschaft hat. Sie besitzt zudem Handels- und Transportfirmen sowie Restaurants und Lebensmittelgeschäfte. Letztere dienen auch dazu, Gelder zu waschen.

Kriminelle Gruppen stellen billig Olivenöl her, etikettieren es um und verkaufen anschliessend das Öl teuer im Ausland. Teilweise erhält die die Mafia dafür sogar Subventionen von der EU!

Für organisierte Kriminelle stelle der Handel mit minderwertigen Agrarerzeugnissen ein Betätigungsfeld dar, in dem hohe Gewinne erzielt werden können, schreibt das deutsche Innenministerium in einer Antwort auf eine Anfrage der Grünen im Bundestag. Das Entdeckungsrisiko sowie die Strafandrohung für die Agierenden seien vergleichsweise gering.

Die Polizei hat bei Kontrollen und in Ermittlungen herausgefunden, dass die Mafia ihre Infrastruktur des Lebensmittelhandels zum Transport von Rauschgift und anderer illegaler Güter nutzt. Wie hoch der Schaden durch die illegalen Geschäfte mit Lebensmitteln ist, kann die Bundesregierung nicht sagen. Experten beziffern den weltweiten Umsatz der Ndrangheta auf 50 bis 100 Milliarden Euro.

Restaurants dienen laut Bundesregierung als Stützpunkte sowie als «Unterschlupf und Arbeitsmöglichkeit» für Mafiosi, die vor der Polizei oder anderen kriminellen Organisationen aus Italien fliehen.


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