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17.02.2021

Der zaudernde Bundesrat enttäuscht

Das Berufsverbot für Gastronomen soll verlängert werden

Vorschläge für Lockerungen gehen in die Konsultation bei den Kantonen. Der Bundesrat möchte ab März Läden, Museen und die Aussenbereiche von Freizeitanlagen wieder öffnen, die Gastronomie jedoch geschlossen lassen. Selbst im April sollen die Restaurants nur ihre Aussenbereiche nutzen dürfen und massiv eingeschränkt bleiben. Das ist ein Affront und es demoralisiert.

1. Das Gastgewerbe hat in grossem Umfang in Schutz- und Hygienekonzepte investiert. Restaurantbesuche gehören nicht zu den Treibern des Pandemiegeschehens. Und dennoch lässt man uns geschlossen!

2. Leitlinien für ein verantwortungsvolles Hochfahren der Gastronomie sind vorhanden. Die Verbände haben Vorschläge gemacht. Wo bleibt der Öffnungsplan mit klaren Eckwerten zum Restart?

3. Der Bundesrat hat keine evidenzbasierte Exit-Strategie. Er will weiterhin ohne klare Zielsetzung und anhand willkürlich gewichteter Kriterien maximal im Monatsrhythmus über mögliche Lockerungsschritte diskutieren. Das ist für die Wirtschaft und die Bevölkerung verhängnisvoll.

4. Restaurants, Cafés und Bars haben eine hohe Relevanz für die Attraktivität von Städten und Regionen sowie für das gesellschaftliche Miteinander und die Lebensqualität. Unsere Gäste vermissen uns. Und wir vermissen unsere Gäste. Wir wollen wieder arbeiten und für unsere Gäste da sein!

5. Die Gastronomie ist ein Bauernopfer. Sie wird als Mittel zum Zweck benützt, um Kontakte einzuschränken. Paradoxerweise finden Kontakte bei geschlossenen Restaurants dann einfach im privaten Bereich statt, wo das Ansteckungsrisiko nachgewiesenermassen höher ist.

6. Die Schweiz zerstört ihre gastronomische und touristische Infrastruktur. Der zweite Gastro-Lockdown wird fünf Monate dauern, in manchen Kantonen sogar länger. Verzweiflung, Wut, Resignation und Angst wachsen: Nach einen Jahr Corona stehen wir vor einem lähmenden Schuldenberg. Unsere Bankkonti sind leergeräumt und die Reserven aufgebraucht.

7. Jeder Tag, den wir nicht geöffnet haben, bedeutet hohe Verluste und bedroht die Existenz von einer Viertelmillion Menschen, die um ihre Arbeitsplätze im Gastgewerbe bangen. Und die Existenzen unserer Lieferanten, Partner und Familien. Wir alle stehen mit dem Rücken zur Wand.

8. Das gewaltige Sonderopfer, das unsere Branche für die Volksgesundheit erbringt, muss umgehend entschädigt werden. Die Härtefallhilfe hat sich an den Umsätzen der Schliessungsmonate in Normaljahren zu orientieren. Davon 30 Prozent: Das sind unsere Fixkosten, die gnadenlos weiterlaufen.

9. Die bisherige Unterstützung erfolgt zu schleppend. Noch immer haben viele Gastronomen nur einen Bruchteil der versprochenen Hilfen erhalten. Und das Mitte Februar. Wir fordern, dass die Versprechen eingehalten werden. Sonst sind viele von uns Konkurs, bevor die Mittel verteilt sind.

10. Die Nachtkultur liegt am Boden. Clubs und Konzertlokale sind seit 29. Oktober geschlossen und werden die letzten sein, die wieder aufmachen dürfen. Die jungen Leute brauchen ein Ventil. Sonst feiern sie im Untergrund: in stickigen Partykellern und ohne Schutzkonzept.

11. Die Schweiz ist stolz auf ihren Mittelstand. Doch wie kann man künftig jemandem raten, sich selbständig zu machen? Die Politik vermittelt nicht nur den aktuellen, sondern auch den zukünftigen Unternehmergenerationen ein schlechtes Signal.

12. Sofern man uns Perspektiven aufzeigt, werden wir die Massnahmen zur Abschwächung der Corona-Pandemie auch künftig mittragen. Wir erwarten jedoch, dass diese gut begründet, nachvollziehbar und verhältnismässig sind.

13. Wir werden mit Mut, Kraft und Leidenschaft weiterkämpfen. Zusammen mit unseren Mitarbeitenden und Gästen hoffen wir, dass wir schon bald wieder aufmachen können.

Maurus Ebneter
Präsident Wirteverband Basel-Stadt


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