Suchen Sie Mitarbeiter?
Schalten Sie jetzt für 65 Franken ein Stellenangebot auf Gastro-Express, der führenden Jobbörse für das Schweizer Gastgewerbe. Jahresabos ab 390 Franken.
05.03.2026
Iran-Krieg wirkt sich auf Tourismus in der Schweiz aus
Unsicherheit führt zu Zurückhaltung bei Reisenden
Die Kriegshandlungen im Mittleren Osten haben auch Auswirkungen auf den Reiseverkehr in der Schweiz. Bereits kommt es zu Stornierungen von Gruppenreisen. Es ist mit einem Rückgang von Gästen aus asiatischen Ländern zu rechnen.
Der Iran-Krieg wirkt sich auf den internationalen Reiseverkehr aus. «Die Lage bleibt dynamisch und belastbare Gesamtbilanzen sind derzeit nicht möglich», schreibt Schweiz Tourismus in einem aktuellen Newsletter. Erste Tendenzen würden sich jedoch abzeichnen.
Es handle sich um die schwerste Störung des Flugverkehrs im Mittleren Osten seit der Covid-Pandemie, so Schweiz Tourismus: «Mehr als 20’000 Flüge mussten bisher annulliert werden. In Nahost, Asien und Europa sitzen Hunderttausende in Hotels, an Flughäfen oder auf Kreuzfahrtschiffen fest.» Mittelfristig sei aufgrund längerer Flugzeiten, hoher Ausfallkosten und steigender Ölpreise damit zu rechnen, dass die Reisekosten spürbar höher werden.
Der Ausfall der Flugverbindungen an den drei zentralen Drehkreuzen Dubai, Abu Dhabi und Doha, die den grössten Teil des Langstrecken-Umsteigeverkehrs zwischen Europa, Afrika, Asien und Ozeanien ausmachen, zeigt zunehmend Folgen. Tausende Flugsitze von und nach Europa sowie in die Schweiz fehlen.
«Neben direkten Stornierungen rechnen wir mit einer gedämpften Hochsaison in den Märkten der GCC-Staaten und in Teilen Asiens», schreibt Schweiz Tourismus. «Die anhaltende Unsicherheit erschwert die Reiseplanung und führt zu erhöhter Zurückhaltung bei Fernreisen.»
Besonders betroffen seien asiatische Quellmärkte, die stark auf die Golf-Hubs angewiesen sind. Gleichzeitig sei dort das Sicherheitsbedürfnis traditionell hoch. In mehreren dieser Märkte komme es derzeit zu Stornierungswellen.
«In Südostasien und Indien ist die Entwicklung besonders spürbar. In den kommenden Wochen stehen wichtige Reiseperioden an, etwa Neujahrsfeiern in Thailand und Indonesien sowie Schulferien in Malaysia und Indien», schreibt die Tourismusorganisation. Vor dem Hintergrund einer insgesamt gedämpften Fernreiselust sei davon auszugehen, dass auch die Schweiz weniger Gäste aus diesen Regionen begrüssen werde.
Aus dem arabischen Raum seien aktuell wegen Ramadan erst wenige Auswirkungen sichtbar. Aber eine Normalisierung bis zum Start der Hochsaison direkt nach Ramadan, also ab dem 20. März, sei unwahrscheinlich.
«Aus Korea, Japan und China liegen erste Stornierungen von Touren- und Gruppenreisen in die Schweiz vor. Aus den USA werden einzelne Absagen von Individual- und Gruppenreisenden gemeldet», heisste es im Newsletter. Dies seien aber Momentaufnahmen: Für eine verlässliche Gesamtbeurteilung sei es noch zu früh.
Im Rahmen der ITB in Berlin verdichten sich Hinweise, dass asiatische Gäste mittelfristig häufiger Reisen innerhalb ihrer eigenen Region unternehmen («Nearshoring»). Gleichzeitig steigt innerhalb Europas das Interesse an erdgebundenen Reisen, also Ferien in geografischer Nähe.
Die aktuellen Verwerfungen zeigen, wie wichtig eine breit abgestützte internationale Präsenz ist. Dank der starken Positionierung in 21 Märkten kann Schweiz Tourismus Nachfrageschwankungen gezielt abfedern.
«Wir intensivieren die Marktbeobachtung in allen bearbeiteten Märkten. Ziel ist es, flexibel auf Veränderungen zu reagieren und Marketingmassnahmen situativ anzupassen», sagt Martin Nydegger, Direktor von Schweiz Tourismus.
- Schweizer Tourismus: Solide und gesteuert
- Eine Million Gäste auf dem Jungfraujoch
- US-Touristen entdecken die Schweizer Skipisten
Iseltwald am Brienzersee: Die Schweiz muss sich auf einen Rückgang asiatischer Touristen einstellen. Interlaken Tourismus / Milot Marina
Dossier: Tourismus
Permanenter Link: https://www.baizer.ch/aktuell?rID=9874
Suchen Sie eine Stelle im Gastgewerbe?
Inserieren Sie kostenlos auf Gastro-Express, der führenden Jobbörse für das Schweizer Gastgewerbe!




