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03.09.2010

Schweizer Luxushotels wollen zurück auf Bühne der Literatur

Einladung an Schriftsteller zum Schreiben von Kurzgeschichten

Schweizer Luxushotels wollen zurück auf die Bühne der Literatur, der sie schon seit langem als Quelle der Inspiration dienen. Der Verband Swiss Deluxe Hotels, dem 39 Fünfsterne-Häuser der Schweiz angehören, lädt Autoren zum Schreiben von Kurzgeschichten ein.

sda. "Mit unserem Projekt "Writers in Residence" wollen wir die Tradition der Hotelliteraten wieder aufnehmen", sagte Verbandsgeschäftsführer Fiorennz Fässler vor den Medien in Zürich. Die Liste der Literaten, die sich in den letzten drei Jahrhunderten in Schweizer Luxushotels aufhielten, sei lang.

Sie reiche von Voltaire über Goethe, Balzac und Victor Hugo, Hans Christian Andersen, Johanna Spyri, Leo Tolstoi über Thomas Mann bis John le Carré oder Paulo Coelho. Die Schweizer Autorin Zoë Jenny schrieb etwa im Basler Grand Hotel Les Trois Rois in drei Monaten ihren Roman "Ein schnelles Leben" zu Ende.

Zu Hause in Basel sei sie kaum vorwärts gekommen, weil die ständigen Fragen nach dem Inhalt sie beim Schreiben behindert hätten, sagte Jenny vor den Medien. Glücklicherweise habe sie für drei Monate ins Hotel ziehen können, wo die Arbeitsbedingungen optimal gewesen seien. "Man konnte dort einsam sein, ohne dass man alleine ist."

Gast als Schauspieler und Zuschauer

Viele Schriftsteller suchten in den Hotels Ruhe und Erholung, manchmal aber auch schöpferische Inspiration, sagte Fässler. Das Berner Bellevue Palace sei beispielsweise Schauplatz zweier Krimis des britischen Autors John le Carré.

"Das Grand Hotel ist keine Unterkunft, die Globetrotter aufsuchen, um die Welt zu entdecken. Das Grand Hotel holt die Welt ins Haus und spielt die Welt im Kleinen", sagte die Kulturwissenschaftlerin Cordula Seger.

Menschen und Schicksale träfen im Grand Hotel unausweichlich aufeinander. Der Gast sei gleichzeitig Schauspieler und Zuschauer. Dies habe die Literaten angezogen, sagte Seger.

Einladung zum Schreiben

Diese Tradition wolle man neu interpretieren, sagte Fässler. Die 39 Swiss Deluxe Hotels wollten im nächsten Jahr je einen Autor während drei Tagen beherbergen. Dabei solle es sich vor allem um schweizerische oder in der Schweiz wohnhafte Schriftsteller handeln.

Bewerben könne sich, wer mindestens zwei Romane veröffentlicht habe, die nicht im Eigenverlag erschienen seien. Die Autoren sollen im Hotel ihre Kurzgeschichten erarbeiten. Als roter Faden diene ein auszuwählender Gegenstand. Die Texte müssen bis Ende November bei der SDH eingereicht werden und sollen im Frühjahr 2012 veröffentlicht werden.

Werbetrommel

Mit ihrer Aktion wollen die Luxushäuser auch die Werbetrommel rühren, nachdem ihnen die Wirtschaftskrise zugesetzt hat. Die Buchungen dürften im letzten Jahr im Durchschnitt um 10 Prozent gesunken sein, sagte Fässler am Rande im Gespräch mit der Nachrichtenagentur SDA.

Besonders hart habe es die Stadthotels getroffen, wo die Geschäftsleute ausgeblieben seien, nachdem Unternehmen Reisen, Kongresse und Veranstaltungen gestrichen hätten. Zusätzliche Probleme beschere der starke Franken. Insgesamt erzielte die Luxushotelvereinigung mit 800'000 Übernachtungen einen Umsatz von 1.5 Milliarden Franken im vergangenen Jahr.

In diesem Sommer hätten die Buchungszahlen trotz des garstigen Augustwetters wieder angezogen. Genaue Zahlen habe er aber noch nicht zur Verfügung, sagte Fässler. Die meisten Gäste stammten nach wie vor aus der Schweiz, vor Deutschland, Grossbritannien und USA. Immer zahlreicher kämen Russen, Chinesen und Inder, während die Japaner zunehmend ausblieben.


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