Back to Top
Wirteverband Basel-Stadt

Wirteverband Basel-Stadt


Suchen Sie Mitarbeiter?
Schalten Sie jetzt für 65 Franken ein Stellenangebot auf Gastro-Express, der führenden Jobbörse für das Schweizer Gastgewerbe. Jahresabos ab 390 Franken.

23.02.2015

Tourismus in Luzern legt zu

Gäste aus Amerika und Asien kompensieren Rückgange aus Europa

Luzern hat das Jahr 2014 bezüglich Übernachtungszahlen erfreulich abgeschlossen. Gemäss den Angaben des Bundesamtes für Statistik wurden in der Leuchtenstadt 1'218'169 Übernachtungen gezählt, was eine Zunahme von 3.6% bedeutet. Für das positive Resultat sind vor allem die Gäste aus dem amerikanischen und dem asiatischen Kontinent verantwortlich, während aus Europa weniger Gäste gezählt wurden als im Vorjahr.

Die Stadt Luzern verzeichnet zum fünften Mal in Folge eine neue Rekordmarke. Auch im Landesvergleich steht die Destination gut da, hat doch die Gesamtzahl der Logiernächte in der Schweiz 2014 um lediglich 0.9% zugenommen.

Für Luzerns gutes Abschneiden sind allen voran die Gäste aus Asien mit einem Plus von 8.7% an Logiernächten im Vergleich zum Vorjahr verantwortlich: Insbesondere China verzeichnet mit +10.9% eine überdurchschnittliche Zunahme und hat sich auch mittelfristig mit einem Plus von 30.8% in den letzten fünf Jahren sehr erfolgreich entwickelt.

Aus Korea werden heute in Luzern lediglich einen Fünftel so viele Gäste als aus China gezählt, der Markt entwickelt sich aber mit einem Plus von 120.1% äussert positiv. Diese starke Zunahme ist vor allem auf ein Medienprojekt – eine sehr erfolgreiche koreanische TV-Serie, die in Luzern gedreht wurde – zurück zu führen.

Zunahmen sind auch aus Indien (+5.5%) und aus den Golf-Staaten (+53.4%), nach China und Indien der drittwichtigste asiatische Markt, zu verzeichnen. Aus Ländern wie Japan, Thailand, Hongkong oder Taiwan wurden teils Aufgrund von politischen Unruhen weniger Gäste gezählt.

Für Luzerns Erfolg waren auch im Jahr 2014 die amerikanischen Gäste verantwortlich, die mit 7.8% im selben Rahmen zugenommen haben wie jene aus Asien. Insbesondere Kanada mit einem Plus von 19.3% und der noch eher "junge" Quellmarkt Brasilien mit +14.6% entwickeln sich erfreulich. Auch die USA, mit rund 180'000 Übernachtungen pro Jahr der wichtigste ausländische Markt für die Stadt Luzern, hat mit einer Zunahme von 6.1% abgeschlossen.

Die wirtschafts- und währungsbedingt schwierige Situation in den europäischen Märkten macht sich mit einem Rückgang von 2.2% bemerkbar. Dieser ist insbesondere auf das Minus von 5% der deutschen Gäste, mit rund 95'000 Übernachtungen pro Jahr der wichtigste europäische Quellmarkt für die Stadt Luzern, zurück zu führen. Auch Länder wie Belgien, die Niederlanden, Schweden oder die Tschechische Republik verzeichnen Rückgänge.

Grossbritannien – nach Deutschland der wichtigste Europa-Markt – konnte weniger zulegen als noch im Jahr 2013, bewegt sich aber im Jahr 2014 mit +1.6% immerhin im positiven Bereich. Auch die Zahlen aus Russland (+2.3%), Österreich (+2.1%) und Frankreich (+0.7%) bewegten sich leicht nach oben.

Mit 51'000 Übernachtungen pro Jahr hat sich der erst seit einigen Jahren aktiv bearbeitete Markt Australien/Neuseeland inzwischen etwa auf der Höhe des traditionellen Marktes Grossbritannien eingependelt und verzeichnet eine leichte Abnahme von 1.3%.

Der wichtige Heimmarkt Schweiz zeigt sich mit rund 322'000 Übernachtungen, resp. mit einem Plus 2.9%, erfreulicherweise stabil und ist mit einem Anteil von 26% nach wie vor der wichtigste Quellmarkt für die Stadt Luzern.

Gutes Resultat für die Region

Die "Wellness- und Wohlfühlregion" Weggis Vitznau Rigi verzeichnet ein sehr erfreuliches Plus von 14.1%. Zugenommen haben vor allem Übernachtungen von asiatischen (+100.7%) und von amerikanischen Gästen (+12.4%). Auch der Heimmarkt Schweiz hat mit einer erfreulichen Zunahme von 9.7% abgeschlossen und Europa hat mit +1.9% in der Seeregion vergleichsweise besser abgeschnitten als im Rest der Region.

Die guten Resultate sind unter anderem auch auf zusätzliche Kapazitäten dank wiedereröffneten Hotels zurück zu führen. Die Herkunft der Gäste setzt sich wie folgt zusammen: Schweiz 59%, Europa 25%, Asien 13%, Amerika 2% und Australien sowie Afrika 1%.

Die Erlebnisregion Luzern-Vierwaldstättersee verzeichnete im vergangenen Jahr 3'533'412 Logiernächte, was ein Plus von 3.5% gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Dieses ist vor allem auf die Zunahme von 16.8% aus den asiatischen Märkten zurück zu führen. In der Region schlossen insbesondere die Fernmärkte Korea (+96.5%), Golf-Staaten (+53.7%), China (+28.8%) und Indien (+ 9.8%) sehr positiv ab. Auch die amerikanischen Gäste haben vermehrt in der Region übernachtet: Brasilien (+20.1%), Kanada (+3.9%) und USA (+3.6%).

Nachdem der Rückgang aus den Europa-Märkten im Jahr 2013 gestoppt werden und ein leichtes Plus verzeichnet werden konnte, bewegten sich die Zahlen im Jahr 2014 wirtschafts- und währungsbedingt wieder im Minus-Bereich: Deutschland, der wichtigste Europa-Markt verliert 4.4%, Grossbritannien 1.4% und Italien 2.7%. Einzig Frankreich (+2.4%) und Schweden (+7%) konnten sich steigern. Österreich (+0.2%) und die Tschechische Republik (+0.4%) bewegen sich auf Vorjahresniveau.

Der Heimmarkt Schweiz hat mit einem Plus von 2.7% erfreulich gut abgeschlossen – pro Jahr werden in der Region 1'485'000 Übernachtungen von Schweizer Gästen gezählt.

Weniger Risiko dank idealem Gäste-Mix

Auch im vor allem währungsbedingt herausfordernden Jahr 2014 konnte sich Luzern dank einer starken und bekannten Marke, einer aktiven Marktbearbeitung und einem vielfältigen Gästeangebot positiv entwickeln.

Luzern verfügt über einen sehr guten und ausgeglichenen Gäste-Mix mit Besuchern aus den weltweiten Reisemärkten: Rund 26% der Gäste in Luzern stammen aus der Schweiz. Die weiteren europäischen Märkte haben einen Anteil von 23%. Rund 28% aller Logiernächte stammen von asiatischen Gästen. Aus Amerika reisen 18% aller Gäste an – davon stammen 15% aus Luzerns wichtigstem Auslandmarkt USA. 4% aller Gäste reisen aus Australien und Neuseeland an, und 1% aller Gäste in Luzern kommen aus Afrika.

Sehr gutes Abschneiden bei Benchmark-Studien

Die im Dezember 2014 publizierte Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts BAK Basel zeigt, dass Luzern im internationalen Vergleich erfolgreich ist und noch besser abschneidet als vor einem Jahr: Luzern konnte sich im internationalen Vergleich der Ganzjahresdestinationen um zwei Ränge auf Rang 3 verbessern und ist international nach wie vor die erfolgreichste Sommerdestination.

Luzern kann trotz den für das Tourismusgeschäft schwierigen vergangenen Jahren vor allem aufgrund seiner "natürlichen Begebenheiten" wie beispielswiese einer hohen Dichte an Attraktionen auf kleinem Raum und die Lage am See mit der internationalen Konkurrenz mithalten.

Weitere Gründe sind eine überdurchschnittliche Auslastung, eine gute Positionierung im Wachstumsmarkt Asien und gut funktionierende Kooperationen mit den touristischen Leistungspartnern innerhalb der Region Luzern-Vierwaldstättersee.

Indikator für die Beliebtheit und den Erfolg einer Tourismusdestination ist beispielsweise auch das Interesse seitens der weltweiten Medien, die mit ihren Print-, Online- , Radio- und TV-Berichten die Marke weiter stärken und der Reiseveranstalter, die eine Aufnahme Luzerns in ihre Programme prüfen: 2014 wurden in der Region 203 Medienreisen mit 767 Journalisten sowie 86 Studienreisen für 934 Vertreter von Reiseveranstaltern durchgeführt – die Zahlen konnten gegenüber dem Vorjahr um 18% gesteigert werden.

Entwicklung Richtung "Premium Qualitäts-Destination"

Die mittelfristige Entwicklung des Tourismus ist stark von wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und von der Währungsentwicklung abhängig, die das Reiseverhalten der Bevölkerung in diversen Quellmärkten beeinflussen. Nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses wird die Entwicklung noch stärker von der währungsbedingten Situation abhängen, die vor allem die europäischen Märkte, marginal aber auch einzelne Fernmärkte betreffend wird.

Mittelfristig ist die Erlebnisregion Luzern-Vierwaldstättersee allerdings mit Stärken als Städte-Reiseziel aber auch als Alpen-Reiseziel eher vorteilhaft positioniert. Gemäss BAK Basel soll der Aufholprozess, der im Jahr 2014 stattgefunden hat, im Jahr 2015 auslaufen. Aufgrund der Situation rund um den Euro wird im Jahr 2015 für die Schweizer Hotellerie ein Minus der realen Wertschöpfung von 2% erwartet.

Die Region Luzern-Vierwaldstättersee sollte dank dem Potenzial in den asiatischen Wachstumsmärkten und den stabilen amerikanischen Märkten sowie des Heimmarktes Schweiz in den nächsten herausfordernden Jahren Rückgänge aus Europa etwas abfedern können.

Diverse Projekte zum Ausbau des touristischen Angebotes – z.B. in die Hotelinfrastrukturen in Andermatt oder auf dem Bürgenstock – könnten ebenfalls mithelfen, zu erwartende Rückgänge etwas abzudämpfen. Auch die Zusammenarbeit innerhalb der Region und die Stärkung der Marke Luzern werden sich mittelfristig weiter positiv auf die Übernachtungszahlen auswirken.

Im Tourismusjahr 2015 erwartet die Luzern Tourismus AG einen leichten Rückgang. Die "Premium Qualitäts-Strategie" soll mittelfristig vor allem die Anzahl der wiederkehrenden Gäste steigern, die Aufenthaltsdauer verlängern sowie die Logiernächte noch idealer über das gesamte Jahr verteilen.

Die weltberühmte Kapellbrücke. Bild: Luzern Tourismus AG


Suchen Sie eine Stelle im Gastgewerbe?
Inserieren Sie kostenlos auf Gastro-Express, der führenden Jobbörse für das Schweizer Gastgewerbe!


KI-Guide für die Gastronomie

Leitfaden mit konkreten Einsatzmöglichkeiten
Jetzt herunterladen (PDF, 330kB)



Mit E-Learning zum Wirtepatent!

1000 Franken plus Prüfungsgebühr
Mehr Informationen


Kostenlose Servicekurse

für Einsteigerinnen und Einsteiger
Jetzt informieren und anmelden