Back to Top
Wirteverband Basel-Stadt

Wirteverband Basel-Stadt


Suchen Sie Mitarbeiter?
Schalten Sie jetzt für 65 Franken ein Stellenangebot auf Gastro-Express, der führenden Jobbörse für das Schweizer Gastgewerbe. Jahresabos ab 390 Franken.

06.03.2026

Fremdländische Küchen

Wie das Schweizer Gastgewerbe internationalisiert wurde

Schon vor dem Krieg gibt es in der Schweiz vereinzelt Restaurants mit Spezialitäten aus anderen Ländern. In den 1960er und 1970er Jahren kommt es zu einem Boom von italienischen und chinesischen Lokalen. Die eigentliche Internationalisierung der Schweizer Gastronomie beginnt aber erst in den 1980er Jahren.

1935 eröffnet ein gewisser Thu Pao Suan in Genf «Le Céleste Empire», ein chinesisches Restaurant. Seine Nachkommen führen noch heute ein Lokal gleichen Namens in Bernex GE. Eine eigentliche Welle von chinesischen Restaurants gibt es erst Jahrzehnte später. 1958 eröffnet in Zürich das «Hong Kong», ein Jahr danach folgt das «Li Tai Pe» in der Luzerner Altstadt, das noch heute besteht.

Andere asiatische Küchen sind in der Schweiz lange wenig bekannt. 1976 eröffnet das indische Restaurant Darshana in Genf, 1977 in Zürich das Restaurant «Korea Pavillon» und drei Jahre später geht mit dem «Sala of Tokio» das erste japanische Restaurant auf. Das erste mexikanische Restaurant in der Schweiz, das «Tres Kilos», eröffnet 1986, ebenfalls in Zürich.

Während der Döner Kebab als Imbiss in den frühen 1970er-Jahren in Berlin populär wird, setzt sich der Trend in der Schweiz erst viel später durch. Als erstes Döner-Lokal der Schweiz gilt eine mobile Imbissbude, die ein gewisser Arsen Cam Anfang der 1980er-Jahre in Spreitenbach betreibt.

Weit älter sind die «Spanischen Weinhallen», die noch im 19. Jahrhundert an verschiedenen Orten entstehen. 1874 eröffnet der katalanische Weinhändler Pedro Gorgot seine «Casa Gorgot» in Zürich, die später zur Bodega Española wird. Auch deutsche Einflüsse gibt es in der Schweiz schon früh, stark gefördert durch die Bierhallenkultur. 1880 eröffnet in der Steinenvorstadt in Basel die «Alte Bayrische».

Die italienische Küche lernen mutige Zürcher ab 1905 kennen, wenn sie das «Cooperativo» besuchen, das aber zunächst vor allem von (sozialistischen) Gastarbeitern frequentiert wird. 1907 eröffnet Gaspare Ferlin das Restaurant «Chiantiquelle» (heute «Casa Ferlin»).

Ein gewisser G.B. Barberis betreibt um 1910 an der Steinenvorstadt in Basel das Hotel Italia. 1950 eröffnet Manilo Donati das «Chez Donati» an der Johanniterbrücke in Basel. 1955 geht in Genf die Pizzera «Âge d'Or» an den Start. Später folgen die ersten Pizzerien in der Deutschschweiz, z.B. das «Santa Lucia» an der Luisenstrasse in Zürich (1965).

Das erste indische Restaurant in Basel wird 1981 von Jeffrey Sandragesan eröffnet. Japanische Küche gibt es erstmals 1989 im «Edo» (heute Taverne Johann). Zu jener Zeit gehen am Rheinknie auch die ersten Thai-Lokale auf, das alte «Sukhothai» in Binningen und das «Dream Café» in der St. Alban-Vorstadt. Und mit dem «Tapadera» das erste mexikanische Restaurant der Stadt.

Das China-Restaurant Golden Dragon im Hotel Touring & Red Ox an der Ochsengasse in Basel (um 1970).


Suchen Sie eine Stelle im Gastgewerbe?
Inserieren Sie kostenlos auf Gastro-Express, der führenden Jobbörse für das Schweizer Gastgewerbe!


Wirteverband auf Social Media

Auf LinkedIn folgen
Auf Facebook folgen 



GV und GastroPodium 2025

im Landgasthof Riehen

Bildergalerie ansehen
Videos ansehen


Mit E-Learning zum Wirtepatent!

1000 Franken plus Prüfungsgebühr
Mehr Informationen


Bitte Termin vormerken

Nächste GV und GastroPodium 
DI 5. Mai 2026